Historische Pläne der mittleren UDES-Panzer

Kommandanten!

Mit Einführung des neuen Zweiges schwedischer mittlerer Panzer in World of Tanks, dachten wir, es wäre an der Zeit, den faszinierenden Hintergrund des mittleren UDES-Zweiges zu erkunden.

Das Ende einer alten Welt

Anfang der 1970er wollte die schwedische Regierung ihre Flotte an Panzerfahrzeugen mit Fahrzeugen aus dem Ausland, wie dem Centurion, oder dem im Inland gefertigten Strv 103-0 ersetzen. 

Diese Initiative hieß offiziell Underlagsgrupp Direkt Eld Stridsfordon oder kurz UDES, auf Deutsch in etwa Bodenkampffahrzeug zum Direktbeschuss. Das allein sagt nicht viel aus, doch die Idee bestand darin, Lösungen für neue, günstige Panzer zu suchen und zu finden, die potentiellen Konkurrenten ebenbürtig waren oder diese übertrafen. Ein scheinbar unmöglicher Auftrag!

Auftrag: Angenommen

Dennoch folgten wie so oft in der Entwicklung gepanzerter Fahrzeuge mehrere Firmen dem Ruf der schwedischen Regierung. Bofors und Hägglunds begannen die Arbeit an einigen Projekten mit Panzern, sowohl mit als auch ohne Turm. Nichtsdestotrotz hatte die erste Variante einen. Die schwedischen Behörden forderten ein Fahrzeug mit niedrigem Profil und einem Turm, das ein 105-mm-Geschütz tragen, aber nicht mehr als 20 Tonnen Kampfgewicht haben sollte. Und das alles zu einem günstigen Peis, versteht sich. Das Projekt erhielt den Namen UDES 14.


UDES 14E2, eines der Projekte, das den schwedischen Behörden vorgestellt wurde

Hägglunds legte fünf Vorschläge vor, die so viele Komponenten des bereits vorhandenen Ikv 91 wie möglich übernehmen sollten. Bofors entwickelte weitere vier. Beide besaßen bereits eine interessante hydraulische Aufhängung. Letztendlich wurden sowohl der UDES 14E von Hägglunds als auch der UDES 14-2 von Bofors gewählt.

UDES nimmt Form an

Beide Fahrzeuge trugen einen Turm und gezogene 105-mm-Geschütze. Alles andere an diesen beiden Panzerprototypen war unterschiedlich: beispielsweise die Verteilung der Besatzung. Über die Monate und verschiedene Varianten hinweg entwickelten die beiden Panzer sich zu UDES 15 und 16 weiter, bevor sie schließlich zu einem zusammengelegt wurden, dem UDES 15/16 – es soll ja einfach bleiben, nicht wahr?

1974 planten die Ingenieure, diesen Panzer mit einer einzigartigen hydropneumatischen Aufhängung auszustatten, durch die der Neigungswinkel des Geschützes drastisch erhöht wurde. Wären UDES 15/16 und seine Nachfolger in Serie gegangen, wären sie vor allem im Bewegungskampf und in Schießen-und-Abhauen-Taktiken eingesetzt worden. Tatsächlich konnten diese Panzer dank ihrer Aufhängung feuern, ohne zu viel von ihrem Profil preiszugeben.

Das Schicksal des UDES

Schweden schob weiter in Richtung UDES mit der Entwicklung des UDES 16 – einer Evolution des UDES 14E2, der zuvor von Hägglunds vorgestellt wurde. Dieser Panzer hatte ein noch niedrigeres Profil, daher die recht futuristische Silhouette.

Am Ende des Tages wurde keiner dieser Panzer gebaut, obwohl einige schon recht nahe an einen Holzprototypen kamen. Warum? Die wirklichen Gründe sind immer noch geheim, doch können wir annehmen, dass die Konzepte der schwedischen Firmen vermutlich zu fortschrittlich waren, um kosteneffizient zu sein.

 

Zum Glück könnt ihr schon bald die einzigartigen Merkmale dieser schwedischen Panzer in World of Tanks erleben!

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