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Das polnische Museum, das Panzer vor der Vergessenheit bewahrt

Das Muzeum Broni Pancernej (MBP) in Poznań, Polen, ist ein Museum mit einer großen und einzigartigen Sammlung von gepanzerten Fahrzeugen. Die Museumssammlung beinhaltet wirklich beeindruckende Jagdpanzer wie das StuG IV und den SU-100. Andere ausgestellte Panzer sind zum Beispiel ein sowjetischer T-70 und IS-2, ein amerikanischer M48A5, M60A1 und der legendäre sowjetische T-34/85. Sie haben sogar den originalen Panzer „Rudy 102“, welcher während der Produktion der berühmten polnischen Fernsehserie Czterej pancerni i pies („Vier Panzerfahrer und ein Hund”) benutzt wurde.

Das Museumsteam akzeptiert Panzer, die entweder funktionieren oder komplett restauriert werden müssen. Allerdings hat das Museum kein großes Budget dafür und die Arbeit wird von Freiwilligen verrichtet. Institutionen wie die Militärfahrzeugwerke - Wojskowe Zakłady Motoryzacyjne (WZM) - beteiligen sich oft. Eines der besten Beispiele dieser Zusammenarbeit war die Rettung eines StuG IV aus dem Fluss „Rgilewka“ und dessen Restaurierung.

   


Das Museum hat eine ähnliche Geschichte mit der Restaurierung eines deutschen Halbkettenfahrzeugs. Er wurde im Jahre 1942 produziert, doch von der Roten Armee erobert. Im Januar 1945 ist er beim Versuch, einen gefrorenen Fluss zu überqueren, versunken. Im Jahre 2011 wurde er herausgeholt und die Reparaturen in verschiedenen Werkstätten haben ein ganzes Jahr gedauert.

   


MBP hat sogar einen seltenen polnischen Panzer restauriert: den TK-S. Das Stück, das im Museum ausgestellt wird, wurde 1939 während Verteidigungsgefechten erobert und über die deutsche Armee nach Norwegen verschifft. Das Museum ist sehr stolz darauf, dass dieses Fahrzeug neben der Tatsache, dass es polnisch ist, komplett repariert wurde und wieder voll einsatzfähig ist.

   


MPB hat über die letzten Jahre haufenweise Interesse von World of Tanks-Fans erhalten. Im Jahre 2012 fand ein Community-Treffen in Poznań statt, bei dem selbst Richard „The Challenger” dabei war, um die Sammlung zu sehen.

Allerdings hat das Museum eine der bisher größten Herausforderungen zu meistern, nämlich die Restaurierung eines Panzer III. Dieses bestimmte Fahrzeug, ein seltener Pz.Kpfw. III Ausf. N, wurde 1941 hergestellt. 1945 wurde er von den Alliierten erobert und an die norwegische Armee weitergegeben. 2006 wurde er im Hinterhof eines Museums in Oslo schlechtem Zustand wiedergefunden. Und schließlich im Jahre 2013 wurde der Panzer nach Poznań gebracht und 2014 überarbeitet. Die Arbeiten verlaufen nicht so gut wie mit dem StuG IV, da ganz einfach Teile fehlen.

      


Das Museum würde ihn gerne wieder in fahrbereiten Zustand versetzen. Das hängt allerdings davon ab, wie viele Teile sie ergattern können. Um die Ketten vollständig zu reparieren, benötigen sie 100 Kettenglieder, Getriebezahnräder mit Abdeckungen, Ketten- und Stützräder.

Selbst nach Reparatur des ganzen Fahrwerks hat das Museum immer noch eine Sorge: „Wird das Ding überhaupt so fahren, wie wir uns das vorstellen?“ Höchstwahrscheinlich wird er das, denn sie haben es immerhin geschafft, ein deutsches „SSG 77“-Differential-Getriebe zu ergattern. Es ist zwar nicht im perfekten Zustand und die Arbeiten werden etwas länger dauern, doch es ist machbar.

 

Habt ihr vielleicht ein paar Panzerteile, die das Museum benutzen kann? Erzählt uns im Forum davon.

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