Mods und Modding featuring OldSkool

Kommandanten!

Da erst kürzlich eine erneute Bannwelle durch das Spiel gerollt ist, gibt es wieder einige Unruhe und vor allem Fragen zu Mods und Cheating. Daher wollen wir heute das Thema ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen und haben dafür einen der besten Modexperten im deutschsprachigen Bereich eingeladen. OldSkool ist als Herausgeber des ProMod-Modpacks und echter World of Tanks-Veteran seit der Beta eine hervorragende Wahl uns Fragen aller Art zu beantworten und eine fachkundige Meinung abzugeben.

Zunächst möchten wir uns aber als Community Manager im Namen der gesamten WoT-Community bei all denjenigen bedanken, die mit ihrer Arbeit und Zeit, die sie in ihre Mods stecken, vielen eine Freude machen und das Spielerlebnis aufwerten. Wir können uns vorstellen, dass einige ohne Mods gar nicht mehr spielen wollen, oder können.

Für alle, die dich noch nicht kennen, ist es am besten du stellst dich erstmal kurz vor. Wer bist du, wie kommst du zu World of Tanks und wieso der ProMod?

Hallo liebe Community, mein Name ist Alex, 32 Jahre alt und ich komme aus Mecklenburg-Vorpommern. Angefangen habe ich mit World of Tanks ungefähr im August 2010 am Anfang der Closed Beta. Davor habe ich hauptsächlich Shooter wie Battlefield gespielt. Damals in 2011 / 2012 mussten wir noch originale Spieledateien modifizieren. Im Laufe der Zeit gab uns Wargaming dann die Modding-Schnittstelle und ich konnte einige Mods meinem Clan zur Verfügung stellen. Das Interesse ging jedoch auch über den Clan hinaus und somit entstand ProMod.

Mit dem letzten Update der Fair Play Richtlinien in 2019 wurden weitere Mods ausgeschlossen und erst vor kurzem kam eine weitere Banwelle. Was muss man auf jeden Fall zu diesem Thema wissen, um auf der sicheren Seite zusein? Hast du eine Faustregel und was ist deine persönliche Meinung dazu – ab wann bietet ein Mod einen unfairen Vorteil und gibt es ein oder sogar mehrere Mods, die du gerne auf der schwarzen Liste sehen würdest?

Die Kommunikation zwischen Moddern und Wargaming ist bereits besser geworden und ich hoffe auf weitere Fortschritte. Mods geben meiner Meinung nach nur einen unfairen Vorteil, sofern sie Informationen liefern die „theoretisch“ für den Spieler nicht ersichtlich wären. Wie ihr alle wisst wurden die „Blickrichtung der Feinde“ und der „Enemy Indicator“ (Pfeile auf beschiessbare Ziele) verboten. Diese Mods haben nur ersichtliche Informationen verarbeitet und waren damit meiner Meinung nach vollkommen „legitim“. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass sie einen erheblichen Vorteil geboten haben.

Wir wollen uns heute nicht nur auf die negativen Aspekte konzentrieren; Mods sind dafür da, allen das Spiel schöner und angenehmer zu machen. Bevor wir gleich noch zum ProMod selbst kommen eher eine allgemeine Frage – In der Vergangenheit haben es viele Features, die es zunächst nur in Mods gab, in den Vanilla-Client geschafft. Was sind für dich die Top 3-Kandidaten, die du gerne ins Spiel integriert sehen würdest?

Eine wichtige Erweiterung, die sich unsere Nutzer/-innen schon Ewigkeiten wünschen ist der automatische Ein- und Ausbau von ausbaubarem Zubehör.

Auch die Wahl von verschiedenen „SP Anzeigen“ wäre eine tolle Idee.

Die Interface Skalierung bei der Anzahl an Monitor-Auflösungen könnte auch ein Update gebrauchen.

Nachdem auch viele Minimap Funktionen aus XVM integriert wurden wie z.B die Sichtkreise, letzte Position usw. könnte man auch darüber nachdenken den Mod „Spotted Status“ standardmäßig im Client anzubieten. Dieser Mod kennzeichnet den momentanen „Spotted“ Status der Gegner im Players Panel, somit wird es euch ermöglicht eine schnelle Übersicht zu bekommen welche Gegner z.B noch nie gespotted wurden.

Bei einigen haben Mods den Ruf, dass sie das Spiel mit unnötigen Informationen und Hilfsmitteln überfluten und gerade Anfänger vom eigentlichen Spiel ablenken. Findest du die Kritik berechtig? Sollten Mods eher was für Fortgeschrittene sein, oder kann eine gute Auswahl an Mods auch Neueinsteigern die ersten Schritte erleichtern?

Mods machen das Spiel nicht einfacher, sondern helfen es komfortabler zu gestalten. Viele Nutzer/-innen möchten auch einfach nur die Möglichkeit haben, ihrem Spiel das gewisse Extra zu geben. Seien es nun Minion Crew Stimmen oder die Uhr in der Garage. Mods sind für alle gedacht, egal ob gerade angefangen oder  bereits weit fortgeschritten. Man muss sich nur darüber informieren was man da eigentlich installiert. Jedes Modpack bietet dafür Vorschau-Funktionen, welche alles verständlich erklären. 

Nun (endlich) zum ProMod, als deutschsprachiger Modder mit zwei Community Managern, die es selbst benutzen, kann man ja bereits fast von einem unfairen Heimvorteil sprechen. Der ProMod ist bekannt für den schnellen Support bei Problemen und ständige Updates mit coolen Ideen – eine bunte Mischung aus Nützlichem, Spaß und Customisierung. Viele der Mods hast du selbst programmiert. Für wen ist der ProMod die beste Wahl und wieso?

Darauf bin ich ja ziemlich stolz, dass beide Community Manager den ProMod nutzen. Im ProMod habe ich darauf Wert gelegt, die meiner Meinung nach wichtigsten Mods einzubauen und auf die Abstimmung der Mods, damit meine Community ohne Leistungseinbußen spielen kann. Seit Jahren arbeite ich an der Unabhängigkeit von anderen Moddern und habe mittlerweile viele Mods selber programmiert. Dadurch ist bei großen Updates eine schnelle Aktualisierung möglich. Wenn ihr Wert auf Schlichtheit, Leistung und Support legt ist ProMod eure Wahl. Wer den Mod schon länger nutzt weiß, dass ich auch ab und zu mal ein paar lustige Mods einbaue. *grins*

Jetzt denken vermutlich einige bereits über ihre erste Installation nach, vielleicht erzählst du uns noch etwas zur allgemeinen Installation und zum Updaten auf neue Versionen. Bei den ständigen Micropatches und Updates, wie behalte ich meine Einstellungen ohne großen Aufwand? Vermutlich kam es auch schon etwas Verwunderung über die Ordner in WoT, da es schon nen „mods“ gibt, wozu braucht man dann noch den „res_mods“-Ordner?

ProMod wird einmalig über den Modhub von Wargaming installiert. Im Installer trefft ihr eure Auswahl. Wird die Installation abgeschlossen, werden eure Einstellungen gespeichert. Am Ende der Installation empfehle ich euch eine „Desktop Verknüpfung“ erstellen zu lassen. Nutzt diese einfach in Zukunft und ihr erhaltet jedes ProMod vor Spielstart. Der Updater lädt den aktuellen Installer und startet diesen. Nun klickt ihr euch einfach wieder durch den Installer und fertig. Dauert vielleicht zwei Minuten.

„res_mods“ ist der alte Modordner von früher. Dieser eignet sich immernoch gut zur Ablage von einigen Dateien.

„mods“ – In diesem Ordner findet ihr die Konfigurationen und den gesamten Mod in einem Archiv. (.wotmod) Früher musste diese Dateien alle einzeln im „res_mods“ verteilt werden. Hier sind sie nun in einer Datei! 

Zu guter Letzt noch die Möglichkeit, allen Interessierten ein paar deiner Modding-Kollegen zu empfehlen. Hier kommen natürlich sowohl die eigentlich Modder aber auch Packer in Frage. Wer verdient eine Nennung und erhält an dieser Stelle deine Wertschätzung?

Ich würde gerne einige Personen erwähnen, die eine Klasse Arbeit im deutschen Bereich leisten:

  • BudyX69 – Wir haben schon einige Projekte gemacht. Er wartet die von Kriegstreiber verbliebenen Mods und wartet zusammen mit mir den Unreal Tournament Sound Announcer!
  • Goofy67 – Deine Arbeiten mit Garagen und dem HangMan Mod. Amazing!
  • MarsOne – Wer ihn nicht kennt, es ist unser XVM Gott im deutschen Bereich!
  • DEbranded – Deine fantastische Arbeit mit Contour Icons!
  • Sgt_Krollnikow51 – Für alle Liebhaber von Skins und Models in WoT!
  • International arbeite ich mit Aslain und den Moddern aus dem RU Bereich zusammen.

Danke an euch alle.

Wir bedanken uns auch vielmals für das Beantworten der Fragen und für deine Arbeit am ProMod, wer OldSkool eine nette Nachricht zukommen lassen möchte oder eine Frage hat, sollte auf jeden Fall mal im ProMod-Discord oder in seinem Stream vorbeischauen.

 

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