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Kirschblüten und Stahl

Die Ergänzung durch den japanischen Forschungsbaum ist definitiv eines der Highlights dieses Jahresendes. Diese bemerkenswerten Maschinen sind einzigartig im Design sowie auch im Spielstil, und werden den Schlachtfeldern zweifellos zusätzliche Würze verleihen.

Um euch einen allgemeinen Eindruck der japanischen Panzer und Fahrzeuge zu vermitteln, die ihr bald fahren könnt, haben wir eine kurze Einführung vorbereitet, die die grundlegenden Charakteristiken, den Einsatz im Gefecht, die Highlights im Forschungsbaum und die Geschichte der japanischen Panzerentwicklung beinhaltet.

 

Japanischer Forschungsbaum

Version 8.10 wird insgesamt 13 Fahrzeuge des japanischen Forschungsbaums umfassen. Hierzu gehören:

  • 4 leichte Panzer:
    • Stufe I: Renault Otsu
    • Stufe II: Type 95 Ha-Go
    • Stufe III: Type 98 Ke-Ni
    • Stufe IV: Type 5 Ke-Ho
  • 9 mittlere Panzer (Stufe II bis X)
    • Stufe II: Chi-Ni
    • Stufe III: Type 97 Chi-Ha
    • Stufe IV: Type 1 Chi-He
    • Stufe V: Type 3 Chi-Nu
    • Stufe VI: Type 4 Chi-To
    • Stufe VII: Type 5 Chi-Ri
    • Stufe VIII: STA-1
    • Stufe IX: Type 61
    • Stufe X: STB-1

 

Allgemeine Leistung

Insgesamt waren japanische Panzer als Unterstützungsfahrzeuge konzipiert. Bewaffnet mit akkuraten Geschützen, sind diese großartigen Maschinen aus dem Fernen Osten in der Lage, beständig Schaden auszuteilen und ihre Gegner zu lähmen, indem sie Schwachstellen und Module ins Visier nehmen. Zusätzlich kommen ihre Geschütze allgemein mit überdurchschnittlichen Durchschlagswerten einher, was sie zu einer Kraft macht, die selbst Gegner in Fahrzeugen höherer Stufen berücksichtigen müssen. Außerdem rühmen sich japanische Panzer sehr guter Werte hinsichtlich Neigungs- und Richtwinkel der Geschütze – Eigenschaften, die für viele Manöver, wie etwa aus teilgedeckter Stellung, wichtig sind.

Um japanische Panzer komplett zu verstehen, solltet ihr jedoch ihre größten Nachteile kennen und euren Spielstil anpassen, um diese zu minimieren. Zuallererst sind die meisten japanischen Fahrzeuge eher langsam und leiden an einer geringen Wendegeschwindigkeit. Zusätzlich sind diese Panzer nicht mit der dicksten und verlässlichsten Panzerung versehen. Wenn ihr eine dieser Maschinen ins Gefecht führt, solltet ihr diese beiden Punkte stets im Hinterkopf behalten und eine angemessene Taktik fahren.

 

Taktik

Mit Ausnahme des Type 61 und des STB-1 sollten japanische Panzer ausschließlich als Unterstützung aus zweiter Reihe gespielt werden. Die oben genannten guten Werte Genauigkeits- und Durchschlagswerte sowie die Sichtweite bedeuten, dass diese Fahrzeuge in der Rolle des Scharfschützen herausragen. Wenn ihr dies berücksichtigt und auch an die schwache Panzerung und die durchschnittliche Mobilität denkt, dann erachtet die Frontlinie definitiv als den falschen Ort für euch. Wenn ihr zu denen gehört, die sich mitten ins Gefecht stürzen, werdet ihr zu den ersten Panzern gehören, die sich wieder in der Garage einfinden. Wenn ihr mit japanischen Panzern spielt, bleibt immer hinter euren robusteren und besser gepanzerten Teamkameraden. Bleibt, wenn möglich, in der Nähe irgendeiner Deckung (ein großer Fels, ein Haus usw.), die euch schützen kann, falls ihr gesichtet werdet. Macht euch keine Gedanken darüber, dass ihr weiter weg vom Ort des Geschehens seid. Japanische Geschütze besitzen eine ausreichende Genauigkeit, um effektiv als Scharfschütze zu agieren. Denkt außerdem daran, dass eure Durchschlagskraft ziemlich gut ist. Daher werdet ihr immer noch eine gute Chance haben, Schaden zu verursachen, selbst wenn ihr die Schwachstelle verfehlt. Vergesst zu guter Letzt nie, die Stellung zu wechseln, wenn die Frontlinie verschoben wird. Wenn es eurem Team gelungen ist, auf dem Feld einen Vorteil zu erlangen, dann rückt nach, um bei der Eroberung des Stützpunkts Unterstützungsfeuer liefern zu können. Wenn es den Gegnern gelungen ist, durchzubrechen, zieht euch zurück, um den Stützpunkt zu sichern. Euch fehlt sowieso die Panzerung, um sie lange genug aufzuhalten.

Bitte denkt daran, dass die Leistung und Taktik auf den gewöhnlichen Eigenschaften beruhen, die die meisten japanischen Fahrzeuge teilen. Daher sollten sie lediglich als allgemeine Orientierungshilfe betrachtet werden und gelten nicht felsenfest für jeden einzelnen Panzer im Forschungsbaum. Experimentiert mit den Fahrzeugen und passt euren Spielstil jeder einzelnen Maschine an.

 

Besondere Fahrzeuge

Type 5 Ke-Ho
  • Gutes Geschütz für einen leichten Panzer
  • Hohe Mobilität
  • Unterdurchschnittliche Beschleunigung
  • Langsame Rückwärtsfahrt

 

Type 5 Chi-Ri
  • Automatisches 3-Granaten-Trommelmagazin für das Spitzengeschütz
  • Kurze Nachladezeit des Magazins für das Spitzengeschütz
  • Möglichkeit der Aufrüstung mit einem Ansetzer
  • Eher mittelmäßige Durchschlagskraft

 

STA-1
  • Gute Mobilität für einen japanischen Panzer
  • Abgerundeter Turm mit einer dicken Geschützblende
  • Sehr gute Durchschlagswerte und Feuerrate des Spitzengeschützes
  • Geringer Alpha-Schaden

 

Type 61
  • Hohe Mobilität
  • Guter Frontplattenwinkel
  • Sehr gute Durchschlags- und Schadenswerte mit dem Spitzengeschütz
  • Die Kuppel am Turm ist ein großer Schwachpunkt

 

STB-1
  • Hohe Mobilität
  • Gute Durchschlags- und Schadenswerte
  • Niedriges Profil
  • Sehr gut abgerundeter Turm
  • Sehr gut angwinkelte Frontplatte
  • Etwas langes Seitenprofil
  • Relativ geringe Beschleunigung und Wendegeschwindigkeit

 

Geschichte der japanischen Panzerung

Viele assoziieren Japans Ruf im Zweiten Weltkrieg mit der maritimen Tapferkeit und den fortschrittlichen Jagdflugzeugen. Da viele der Kampfhandlungen sich quer über dem Pazifik ereigneten, war es logisch, dass das kaiserliche Militär sich auf Trägerschiffe und Flugzeuge konzentrierte. Aber wie stand es mit Panzern? Immerhin kämpfte Japan in einem Bodenkrieg gegen China und die Sowjetunion.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeigte Japan Interesse an Panzern und erwarb Musterstücke von den Briten und Franzosen. Nach Testläufen sahen sie Potential in der Technologie und begannen, an eigenen Entwürfen zu arbeiten. Trotz eines verspäteten Starts waren die japanischen Panzer in den frühen 1930er Jahren auf Augenhöhe mit den anderen Industrienationen der Welt. Der leichte Panzer Type 89 (der in einem zukünftigen Update in das Spiel eingeführt wird) war zu jener Zeit möglicherweise einer der fortschrittlichsten Panzer der Welt.

Der erste japanische Panzer war der NC27 Otsu. Hierbei handelte es sich einfach um einen Renault NC27, der von Frankreich erworben und mit einer besseren Panzerung und Feuerkraft versehen wurde. Der erste echte japanische Entwurf war der Chi-I und wurde 1927 entwickelt. Es war eine ungewöhnliche Maschine mit zwei Türmen. Die geringe Kraft des Motors machte ihn jedoch querfeldein unglaublich langsam, weshalb er nie in Produktion ging.

Japan hatte eine lange Geschichte kriegerischen Verhaltens, und während des gesamten 19. und frühen 20. Jahrhunderts befand es sich immer wieder mit unterschiedlichen Nationen im Krieg. Als 1931 die Spannungen in Europa und darüber hinaus anstiegen, verdeutlichte Japan der Welt seine Ziele, als es das große Gebiet der Mandschurei überfiel und besetzte. Diese Invasion wurde überwiegend zu Fuß bewerkstelligt, indem Soldaten mittels bewaffneten Zügen in die Region eindrangen. Die Besetzung wurde relativ friedlich bis 1939 fortgesetzt, als ein Zusammenstoß mit einer mongolischen (berittenen!) Kavallerie zu einem massiven Aufbau der Streitkräfte sowohl seitens Japan als auch seitens der UdSSR eskalierte. Dies wurde in Japan als „Nomonhan-Zwischenfall“ und in der UdSSR und der Mongolei als „Schlacht am Chalchin Gol“ bekannt. Die japanischen Streitkräfte zählten zahlreiche Panzer. Zusätzlich zum Type 89 gab es den Type 95 Ha-Go und den Type 97 Chi-Ha sowie zusammengestellte kleine gepanzerte Kettenfahrzeuge. Die Schlacht wütete einige Monate, bis der Krieg in Europa zur Priorität wurde. Nach einigem schweren Beschuss der japanischen Linien durch sowjetische Bomber wurde im August in Moskau ein Waffenstillstand unterzeichnet.

Beide Seiten widmeten ihre Aufmerksamkeit dem neuen Weltkrieg. Japan betrachtete die UdSSR und China als seine Hauptkontrahenten und begann damit, seine Streitkräfte zu vergrößern. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Panzerentwicklung in Japan zur niedrigeren Priorität, im Gegensatz zum Entwurf und der Produktion von Schiffen und Flugzeugen.

Nachdem sich Japan mit Deutschland und Italien den Achsenmächten angeschlossen hatte, trat es im Dezember 1941 mit dem Überraschungsangriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Obwohl Japans Gefechte während des Kriegs überwiegend auf See und in der Luft ausgefochten wurden, spielten Panzer eine Rolle, besonders auf dem Kriegsschauplatz China-Burma-Indien. Die eingesetzten Panzer waren jedoch immer noch die älteren Modelle: Type 95 Ha-Go und Type 97 Chi-Ha. Diese Fahrzeuge blieben bis zum Kriegsende im Einsatz.

Weitere Entwürfe waren unter anderem der kleine Type 97 „Te-Ke“, der für Aufklärung und Infanterie-Unterstützung eingesetzt wurde. Dieser Panzer wurde in China, Burma und auf den Philippinen verwendet. Ein weiteres Beispiel war der Type 98 Ke-Ni, ein schneller leichter Panzer, der nie in Massenproduktion ging.

 

 

Die Japaner konstruierten neben leichten Panzern auch mittlere Panzer. Nach dem „Nomonhan-Zwischenfall“ trat eine neue Variante des Type 97 Chi-Ha auf: der Shinhoto Chi-Ha, der einen neuen Turm mit einem größeren Geschütz besaß. Zwischen 1938 und 1942 wurden ungefähr 1.200 Chi-Ha-Panzer hergestellt.

Als der Krieg voranschritt und sich die Dinge für Japan zum Schlechten wandelten, griffen die Japaner zunehmend auf verzweifeltere Taktiken zurück. Genau wie die berühmten Kamikaze-Taktiken der Flugzeuge wurden auch ähnliche Taktiken mit Panzern angewandt. 1945 wurden zwei japanische Panzer (ein Chi-Ha und ein Ha-Go) mit Sprengstoff beladen und auf Kollisionskurs mit amerikanischen Sherman Panzern gebracht.

Japan besaß zahlreiche Entwürfe und Blaupausen für vorgeschlagene gepanzerte Fahrzeuge. Die meisten davon wurden jedoch nie gebaut. Durch die Priorisierung von Kriegsschiffen und Flugzeugen war nie eine Finanzierung verfügbar. Japan traf jedoch auch die taktische Entscheidung, diese Panzer in Reserve zu behalten für den Fall, dass eine alliierte Invasion innerhalb der eigenen Grenzen zurückgeschlagen werden musste. Sie sahen nicht voraus, dass der Schlag der Alliierten aus der Luft kommen würde, mit den zerstörerischen Auswirkungen in Hiroshima und Nagasaki.

Am 14. August 1945 kapitulierte Japan bedingungslos, und die Panzerentwürfe entschwanden in der Dunkelheit.

Seid ihr bereit, dem Weg eines Kriegers zu folgen?

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