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Oben an der Spitze: Jagdpanzer E 100

Kommandanten,

wir setzen den Trend, den wir im vorherigen Special „Oben an der Spitze“ gestartet haben, fort und widmen den Rest des Monats noch einem weiteren schwergewichtigen Vorboten der Apokalypse! Schließlich sind Gefechte der Stufe X nichts für Spieler mit schwachen Nerven. Folgt der Forschungslinie zum Jagdpanzer E 100 und freut euch auf großartige Rabatte und Boni auf Crediteinkommen:

30 % Rabatt auf den Kauf und 30 % höheres Crediteinkommen mit folgenden deutschen Fahrzeugen:

X Jagdpanzer E 100
IX Jagdtiger
VIII Jagdpanther II

 

Nutzt diese Gelegenheit und verdient euch ein paar zusätzliche Credits, während ihr diese gnadenlosen Jagdpanzer fahrt oder holt sie euch für 70 % ihres üblichen Wertes!

Diese Rabatte sind vom 15. Februar, 06:10 Uhr bis zum 1. März, 06:00 Uhr verfügbar. 

 

Jagdpanzer E 100


„Oh, der sieht aber müde aus. Eine 170-mm-Schlaftablette kommt sofort!“

Leistung im Spiel

Der Jagdpanzer E 100 ist definitiv das letzte Fahrzeug, auf das ihr treffen möchtet, wenn ihr gerade dabei seid, die Front zu durchstoßen. Wenn ihr diesen deutschen Koloss unterschätzt, könnt ihr euch darauf einstellen, von ihm ohne größere Umstände wie ein Insekt zerquetscht zu werden. Dieser unnachgiebige Stahlberg ist mit einem gewaltigen 17-cm-Geschütz bewaffnet, das in der Lage ist, alles, was seinen Weg kreuzt, mit nur ein oder zwei Schüssen ins Jenseits zu befördern! Es sollte diesbezüglich erwähnt werden, dass dieses furchterregende Geschütz, abgesehen von seinem apokalyptischen Alphaschadenspotenzial, über äußerst hohe Genauigkeit verfügt und in der Lage ist, 299 mm starke Panzerplatten mit herkömmlichen panzerbrechenden Granaten zu durchschlagen. Obwohl das Fahrzeug sich für wirkungsvolle Scharfschützenarbeit eignet, müsst ihr in vielen Fällen einfach nur ungefähr in Richtung Feindfahrzeug feuern und verwandelt es trotzdem in ein qualmendes Wrack!

Dieser Jagdpanzer beruht auf dem E-100-Fahrwerk und verfügt über eine recht ordentliche Panzerung, die viele Granaten abprallen lässt, besonders, wenn ihr das Fahrzeug korrekt anwinkelt. Darüber hinaus garantiert das hohe Gewicht dieses Fahrzeugs, dass ihr praktisch nicht gerammt werden könnt. Rast ein gegnerisches Fahrzeug auf euch zu? Lehnt euch einfach zurück und seht zu, wie der kleine Panzer sich beim Aufprall wie eine Ziehharmonika zusammenfaltet. Zu guter Letzt ist der Jagdpanzer E 100 an den Seiten mit einer Schottpanzerung versehen, die zusätzlichen Schutz gegen hochexplosive Granaten bietet und die Wahrscheinlichkeit auf einen Treffer ohne Schaden erhöht.

So gefährlich dieser Jagdpanzer sein mag, er weist auch viele Nachteile auf, die ein Gegengewicht zu seiner schamlosen zerstörerischen Macht darstellen. Der augenfälligste Nachteil ist seine äußerst eingeschränkte Mobilität. Dieses Fahrzeug ist langsam. Und wenn wir „langsam“ sagen, meinen wir damit langsam im Sinne von „wird sogar von Schnecken überholt“. Leider betrifft diese Eigenschaft auch die Nachladezeit, daher kann dieses Fahrzeug nur etwas mehr als zwei Geschosse pro Minute abfeuern – auf dem Schlachtfeld ist das eine halbe Ewigkeit! Dazu kommt, dass das Geschütz des Jagdpanzers E 100 einen sehr kleinen Geschützrichtbereich und einen eingeschränkten Neigungswinkel aufweist. Dies begrenzt nicht nur seine Möglichkeiten an taktischen Manövern, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch während der Verfolgung von Gegnern bewegen müsst, wobei die Bewegung zwangsläufig euren Zielkreis zurücksetzt! Der letzte Punkt auf dieser bedrückenden Liste ist das Problem, das die meisten deutschen Panzer betrifft – die Anfälligkeit für Motorschaden und Feuer bei Treffern in der unteren Frontplatte. Wenn ihr ohne Feuerlöscher ins Gefecht zieht, könnt ihr euren Panzer eigentlich gleich als Lagerfeuer-Ersatz im Feldlager zur Verfügung stellen.

Der Jagdpanzer E 100 hat genauso viele Vorteile wie Nachteile. Es handelt sich daher um ein Fahrzeug, das besondere Handhabung erfordert, damit sein volles Potenzial ausgespielt werden kann. Wie immer ist der Schlüssel zum Erfolg der Einsatz der richtigen Taktik.

 

Taktik

Der Jagdpanzer E 100 ist das optimale Fahrzeug für den Einsatz in Stadtgebieten mit engen Straßen und Schutthaufen. Wenn ihr an einem Engpass in Stellung geht und es schafft, eure untere Frontplatte zu decken, seid ihr ein beinahe unbezwingbares Hindernis für den Gegner. In diesen Szenarien kann euer Gegner euch praktisch nicht beschädigen, wohingegen er jedes Mal hohe Verluste an Strukturpunkten in Kauf nimmt, wenn er die Deckung verlässt, um auf eure kleine Maschinengewehr-Kuppel zu zielen. In einer teilgedeckten Stellung ist dies praktisch die einzige Schwachstelle bei einem Frontalangriff. Da sich die Kuppel jedoch im hinteren Teil eures hohen Aufbaus befindet, ist es äußerst schwierig, sie zu treffen.

Wenn ihr eure untere Frontplatte nicht verbergen könnt, dann winkelt sie zumindest jedes Mal etwas an, wenn ihr seht, dass der Gegner im Begriff ist, auf euch zu feuern. Und obwohl dies eure größte Schwachstelle ist, prallen trotzdem die Geschosse aus den meisten Geschützen der Stufe VIII daran ab. Wenn ihr auf ein Fahrzeug derselben Stufe trefft, solltet ihr jedoch in Betracht ziehen, dem gegnerischen Richtschützen eher eure Seite zuzuwenden. Wenn ihr euch sicher seid, dass der Gegner euch beschädigen wird, gleichgültig, was ihr tut, ist es eventuell sinnvoller, einen Treffer an einer Stelle zu kassieren, bei der die Wahrscheinlichkeit eines Brandes beim Einschlag geringer ist. Achtet darauf, euch danach in eine sicherere Stellung zurückzuziehen.

Was den Kampf in offenem Gelände betrifft, ist eure taktische Herangehensweise ganz einfach – lasst es gut sein. Bedenkt, dass ihr langsam und schwerfällig seid und dass ihr aufgrund eurer Größe noch vom nächsten Kontinent aus gesichtet werden könnt. Kommt euch das bekannt vor? Im Prinzip ist das die Definition eines „Artilleriemagneten“ – wenn ihr in offenem Gelände aufgeklärt werdet, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr den Preis als „Lieblingsziel im Spiel“ gewinnen werdet. Und nein, es handelt sich dabei um keine Medaille – es ist vielmehr eine kostenlose Rückfahrkarte in die Garage, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch das rote Team.

Im Kampf auf einer Karte mit großteils offenem Gelände solltet ihr am besten der Front fern bleiben und euch nach allem, was als mögliche Deckung dienen kann, umschauen. Wenn ihr einen Rückzugsort ausfindig gemacht habt, an dem ihr nachladen könnt oder vor Artilleriefeuer geschützt seid, unterstützt euer Team, indem ihr aufgeklärte Feindfahrzeuge aufs Korn nehmt. Wechselt die Stellung nur dann, wenn ihr euch sicher seid, dass sich keine gegnerischen Fahrzeuge in eurer unmittelbaren Umgebung befinden und/oder zumindest ein verbündetes Fahrzeug euch begleitet, um euch vor Flankenangriffen zu schützen. Beachtet, dass ihr über keinen Turm verfügt. Daher können selbst leichte Panzer eure Strukturpunkte auf null reduzieren, wenn ihr sie an euer Heck heranlasst (obwohl dies wahrscheinlich einige Zeit beanspruchen wird).

Spieltipp: Führt stets ein paar hochexplosive Granaten mit. Aufgrund des großen Kalibers enthält jede hochexplosive Granate eine deftige Ladung Sprengstoff, vergleichbar mit manchen Artilleriegranaten. Infolgedessen habt ihr die Möglichkeit, gepanzerte Gegner schwer zu beschädigen, selbst bei einem Frontalangriff. Hochexplosive Granaten sind auch nützlich, wenn ihr gegen mehrere Gegner in engen Korridoren kämpft. Hochexplosive Granaten dieses Kalibers weisen einen großen Schadensradius auf. Das heißt, wenn ihr richtig zielt, könnt ihr mehrere vorrückende Fahrzeuge mit nur einer Granate beschädigen. Wenn ihr Glück habt, erspielt ihr euch vielleicht sogar die Auszeichnung Artillerist, die normalerweise nur der Artillerie vorbehalten ist. 

 

Damit ihr eure Leistung auf dem Schlachtfeld maximieren könnt, empfehlen wir euch die Ausrüstung mit folgendem Zubehör:
           
Verbesserte Lüftung Klasse 3   Ansetzer für Panzergeschütze großen Kalibers   Sehr große Splitterschutzbeschichtung

 

Außerdem sollte eure Besatzung folgende Fertigkeiten und Vorteile erlernen
Kommandant      
Richtschütze      
Fahrer      
Funker      
Erster Ladeschütze      
Zweiter Ladeschütze      

In dieser Konfiguration verkürzt ihr eure grauenvolle Nachladezeit und verbessert ganz allgemein die Leistung eures Fahrzeugs. Darüber hinaus erhöht ihr eure Überlebenschancen, wenn ihr die Brandwahrscheinlichkeit mit Ordnungsfanatiker verringert und euren Panzerungsschutz gegen Explosionen und Artilleriebeschuss mit der sehr großen Splitterschutzbeschichtung aufwertet. Bitte beachtet, dass die Splitterschutzbeschichtung auch die Wahrscheinlichkeit verringert, dass ein Besatzungsmitglied ausfällt. Ein nützlicher Effekt, da ihr auf jeden Fall vermeiden wollt, dass euren beiden Ladeschützen etwas zustößt. Wenn ihr euch ausreichend mit dem Fahrzeug vertraut gemacht habt und wisst, an welchen Stellen der Karte ihr gegnerisches Artilleriefeuer vermeiden könnt, solltet ihr in Betracht ziehen, die sehr große Splitterschutzbeschichtung durch das Scherenfernrohr zu ersetzen – dadurch erhöht ihr eure Sichtweite, was für Jagdpanzer höchst wichtig ist.

Wenn ihr hochexplosive und panzerbrechende Granaten im Wechsel einsetzen wollt, sollten eure Ladeschützen definitiv den Vorteil Vorahnung erlernen. Auf diese Weise habt ihr eine 34-prozentige Chance, zwischen den beiden Granatentypen sofort wechseln zu können – dies kann euch unter Umständen eine Menge Zeit beim Nachladen sparen. Ansonsten solltet ihr Vorahnung durch Sichere Lagerung und Adrenalinrausch ersetzen, ein unterschiedlicher Vorteil für jeden eurer beiden Ladeschützen.

 

Geschichte

Da der superschwere Panzer Maus von Porsche entworfen wurde, entschied sich Krupp, gegen den Wettbewerber mit einem alternativen Konzept anzutreten. Bei diesem Entwurf wurde das Hauptaugenmerk auf die Nutzung bereits bestehender Komponenten gerichtet, da Krupp hoffte, dass dadurch sein Vorschlag eher umsetzbar wäre.

Das Konzept sah vor, Teile des Fahrwerks des Tiger II sowie den Motor Maybach HL 230 zu verwenden. Um die bei weitem zu gering bemessene Leistung des Motors auszugleichen (der gleiche Motor kam in der Panther-Serie zum Einsatz, und selbst damals war seine Leistung zu gering), sparte man Gewicht durch dünnere Panzerplatten ein. Außerdem wurde das Fahrzeug schmaler und kürzer gemacht.

Die Konstrukteure hatten vor, den Turm des Maus wiederzuverwenden, was dem Fahrzeug seinen unverwechselbaren Spitznamen verlieh: Tiger-Maus. Obwohl das Konzept wesentlich praxisbezogener war als der Entwurf für den Maus, gab Hitler dem technisch komplexeren Maus-Projekt den Vorzug.  Infolgedessen wurde Krupp davon in Kenntnis gesetzt, dass die Entwicklung der Tiger-Maus eingestellt werden sollte.

Krupps Entwürfe wurden an Adler übergeben, der sie als Grundlage für die Fahrzeuge der E-Serie nutzte. Priorität wurde jedoch dem Maus eingeräumt, was die Entwicklung eines Prototyps der E-Serie stark behinderte. Gegen Ende des Krieges war nur das Fahrwerk fertiggestellt worden, obwohl viele Konzepte, beruhend auf den Panzern der E-Serie, ausgearbeitet worden waren.

Um 1944 herum kam die Idee auf, einen superschweren Jagdpanzer zu konstruieren, der mit einem 15-cm- oder einem 17-cm-Geschütz ausgestattet werden sollte. Sowohl der Maus als auch der E 100 wurden als Modelle für einen Umbau zu einem Jagdpanzer in Betracht gezogen.

Aufgrund technischer Unvereinbarkeiten mit dem Maus-Konzept fiel die Wahl auf Adlers E 100. Dies war die Geburtsstunde des Grundkonzeptes des Jagdpanzers E 100. Bevor jedoch die Entwicklung überhaupt beginnen konnte, und da das Ende des Krieges heranrückte, ordnete Adolf Hitler den Stopp der Entwicklung eines superschweren Panzers an.

 

Quellen

JENTS, Thomas L. & DOYLE, Hilary Louis. Tracts No. 6-3 – Schwere Panzerkampfwagen Maus and E 100: Development and production from 1942 to 1945

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