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Oben an der Spitze: IS-4

Kommandanten,

nachdem wir einen ganzen Monat lang die deutsche Genauigkeit im Rahmen der Reihe „Oben an der Spitze“ gefeiert haben, wollen wir nun etwas anderes ausprobieren. In dieser Auflage geben wir roher Gewalt den Vorzug vor hoher Ingenieurskunst! Ihr habt richtig gehört, in den nächsten zwei Wochen dreht sich bei uns alles um sowjetische schwere Panzer!

Folgt der Forschungslinie zum IS-4 und freut euch auf großartige Rabatte und Boni auf Crediteinkommen:

30 % Rabatt auf den Kauf und 30 % höheres Crediteinkommen mit folgenden sowjetischen Fahrzeugen:

X IS-4
IX ST-I
VIII KV-4

 

Nutzt diese Gelegenheit und verdient euch ein paar zusätzliche Credits, während ihr diese außergewöhnlichen Panzer steuert – oder holt sie euch für 70 % ihres normalen Werts!

Diese Boni sind vom 15. März, 06:10 Uhr bis 1. April, 06:00 Uhr verfügbar.  

 

IS-4


„Ausrücken? Wohl eher ‘Ausradieren‘! “

 

Leistung im Spiel

Der IS-4 ist ein äußerst vielseitiger Panzer, der in den meisten Kategorien ordentliche Werte aufweist. Das Highlight dieses Fahrzeugs ist definitiv sein Geschütz, das über ein hohes Alphaschaden-Potenzial, eine relativ kurze Zielerfassung sowie hohe Durchschlagswerte verfügt. Außerdem ist es für einen sowjetischen Panzer recht genau. Gebt euch jedoch keinen Illusionen hin – sowjetische Genauigkeitsstandards weichen stark von denen anderer Länder ab. Wenn wir sagen „recht genau nach sowjetischen Standards“, dann heißt das „ziemlich ungenau“ nach amerikanischen Standards und „schrottreif“ nach deutschen Standards. Falls ihr euch also dieses Fahrzeug in die Garage stellen wollt, könnt ihr nicht darauf hoffen, damit als Scharfschütze des Teams anzutreten.

Eine weitere hervorragende Eigenschaft dieses Fahrzeugs ist seine Panzerung. Obwohl die Frontplatte nur 140 mm dick ist, ist sie sehr stark angewinkelt. Dies bewirkt, dass die effektive Panzerungsstärke weit höher ausfällt, als die technischen Daten es vermuten lassen. Damit ist die Chance groß, dass Geschosse abprallen. In diesem Zusammenhang ist es auch erwähnenswert, dass auch die Seiten dieses Fahrzeugs äußerst stark gepanzert sind. Die Panzerplatte ist 160 mm dick und hat bei hitzigen Gefechten durchaus seinen Nutzen. Der stärkste Teil des Panzers ist jedoch sein ausgezeichneter Turm: Neben seiner rundum hohen Panzerung ist er an der Vorderseite auch stark geneigt, was das Durchschlagen des Turms extrem schwierig macht.

Wie ihr wisst, gibt es keinen perfekten Panzer, und auch der IS-4 hat seine Mängel. Einer der offensichtlichsten Nachteile dieses Fahrzeugs ist seine schlechte Mobilität. Die Beschleunigung des Panzers ist unterdurchschnittlich und seine Wendegeschwindigkeit kann mit Fug und Recht als grauenhaft bezeichnet werden. Außerdem bietet die untere Frontplatte kaum zuverlässigen Schutz – sie ist relativ groß und kann mit so ziemlich allem durchschlagen werden, was ihr darauf abfeuern könnt. Durchschlagstreffer an eurer Frontpanzerung führen häufig zu einem verletzten Fahrer. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass dies die Situation stark verkompliziert, besonders, wenn ihr gerade einen Gegner in Schach haltet, der mobiler ist als ihr selbst.

Insgesamt betrachtet ist der IS-4 ein äußerst vielseitiger Panzer, der solide Leistung bringt, aber über keine herausragenden Qualitäten verfügt, die ihn in irgendeiner Form herausheben. Daraus ergibt sich, dass dieses Fahrzeug nicht einfach zu meistern ist und für Frustrationen sorgen kann. Daher gilt hier, wie sonst auch immer, dass die richtige Taktik den Schlüssel zum Erfolg darstellt.

 

Taktik

Der IS-4 ist das Musterbeispiel für ein Sturmfahrzeug, das an der vordersten Front eingesetzt wird. Seine Rolle auf dem Schlachtfeld ist äußerst unflexibel und jeder Versuch, das Fahrzeug auf eine andere Art und Weise einzusetzen, endet wahrscheinlich in einer totalen Katastrophe. Der Panzer ist zu ungenau, um als Scharfschütze zu dienen, und zu langsam, um Gegner zu flankieren. Daher kann der IS-4 nur dann volle Leistung bringen, wenn ihr ihn ausschließlich als knallharten Durchbruchs- oder Verteidigungspanzer spielt. Wenn ihr also mit einem IS-4 ins Gefecht zieht, müsst ihr die Rolle des Stahlhammers im Team übernehmen – ihr seid eine rohe, primitive, brutale Waffe, deren Aufgabe einzig darin besteht, den Gegner mithilfe roher Gewalt zu zermalmen, zu zerquetschen und zu zerstören. Es liegt zweifelsfrei in eurer Verantwortung, mit allen euch zur Verfügung stehenden Mitteln den direkten Kontakt mit dem Gegner zu suchen, euch auf Nahkämpfe einzulassen, gegnerische Verteidigungslinien zu durchbrechen und strategische Stellungen zu verteidigen. Wenn ihr euch nicht entsprechend eurer Rolle verhaltet, stellt ihr eine große Bürde für eure Mannschaft dar und tragt wahrscheinlich einen Großteil der Verantwortung für die Niederlage des Teams. Der Platz des IS-4 ist immer an der vordersten Front. Immer.

Um im Spiel Wirkung zu zeigen, reicht es nicht, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Unter Berücksichtigung der Schwächen und Stärken des Fahrzeugs müsst ihr auch euer Vorgehen im Kampf entsprechend anpassen. Am wichtigsten ist es, eure untere Frontplatte zu schützen, da sie die größte Schwachstelle eures Fahrzeugs ist. Euer wichtigstes Manöver ist daher die teilgedeckte Stellung – sucht euch einen Schutthaufen, ein Panzerwrack oder einen Felsen und nutzt dieses Objekt, um eure untere Wanne zu schützen. Ihr könnt auch in einem tiefen Bombenkrater Stellung beziehen. Falls es kein Objekt gibt, das ihr zu diesem Zweck verwenden könnt, winkelt euren Panzer in Richtung des Beschusses an. Dadurch erhöht ihr die Chance auf Abpraller und vermeidet unnötigen Schaden. Je nach Situation kann es auch vorteilhaft für euch sein, eure Wanne in Bewegung zu halten, um dadurch dem Gegner das Zielen zu erschweren.

Da seine Seiten wirklich stark gepanzert sind, kann mit dem IS-4 auch wirkungsvoll das seitliche Herausfahren (Sidescraping) aus einer Stellung praktiziert werden. Fahrt an ein großes Objekt heran, zum Beispiel ein Haus oder einen großen Felsen, sodass die Objektoberfläche die Fahrzeugfront berührt. Dann dreht euer Fahrzeug so, dass das Heck leicht über eine der Seiten eurer Deckung hinausragt und fahrt dann ein wenig zurück. Wenn ihr alles richtig macht, bleibt eure Frontpanzerung durch das Haus bzw. den Fels geschützt, während ihr in der Lage seid, auf die Gegner vor euch zu feuern. Obwohl bei diesem seitlichen Manöver sowohl euer Turm als auch die Seiten anfällig für Beschuss sind, ist die Wanne in einem äußerst spitzen Winkel zum Gegner vor euch positioniert. Das bedeutet, dass sämtliche Geschosse, die darauf abgefeuert werden, höchstwahrscheinlich abprallen oder von eurem Kettenlaufwerk abgefangen werden. Da euer Turm eine hohe Panzerungsstärke aufweist, kann er ebenfalls nur schwer beschädigt werden. So sieht dieses Manöver aus:

Spieler-Tipp: Einige erfahrene IS-4-Spieler nutzen darüber hinaus eine Variante dieses Manövers, das man als „umgekehrtes seitliches Herausfahren“ bezeichnen könnte. Der größte Unterschied zwischen dieser Variante und dem Standardmanöver ist, dass ihr das Heck des Panzers anstatt der Front vor dem deckenden Hindernis platziert. Da sich der Turm des IS-4 im vorderen Teil des Fahrzeugs befindet, habt ihr beim standardmäßigen seitlichen Herausfahren eine äußerst beschränkte Sicht auf den Bereich direkt vor euch. Wenn ihr die Panzerposition umkehrt, befindet sich der Fahrzeugturm hinten. Euer Sichtfeld erweitert sich dadurch beträchtlich, ohne dass dies negative Auswirkungen auf den Winkel der Wanne hat. Im Prinzip verhaltet ihr euch wie ein Panzer mit einem rückwärtig angebrachten Turm.

WICHTIG: Beachtet bitte, dass dieses Manöver sehr schwierig und äußerst riskant ist. Wenn ihr euch falsch positioniert, wendet ihr euer Heck unter Umständen dem Gegner zu. Das Heck ist der anfälligste Teil eines jeden Panzers. Wenn ihr an vorderster Front kämpft und das Heck den gegnersichen Panzern zuwendet, bedeutet das eure sofortige Zerstörung. Wenn ihr nicht zu 100 % mit eurem IS-4 vertraut seid, raten wir euch dringend davon AB, das umgekehrte seitliche Herausfahren auszuprobieren.

 

Um eure Leistung auf dem Schlachtfeld zu maximieren, schlagen wir den Einbau folgendes Zubehörs vor:
       
Verbesserte Lüftung Klasse 3   Ansetzer für Panzergeschütze großen Kalibers   Vertikaler Stabilisator Stufe 2

 

Da der IS-4 als Allzweckfahrzeug dient, ist es am sinnvollsten, Zubehör einzubauen, das seine allgemeine Leistungsfähigkeit erhöht: die Lüftung für die Fertigkeiten der Besatzung, einen Ansetzer für die Feuerrate und einen Stabilisator, um die Genauigkeit des Geschützes im Nahkampf zu erhöhen.

 

Außerdem sollte eure Besatzung folgende Fertigkeiten und Vorteile erlernen:
Kommandant/Funker width="52" width="52"
Richtschütze width="52" width="52"
Fahrer width="52" width="52"
Ladeschütze width="52"

 

Was die Ausrüstung betrifft, so sollten die Fertigkeiten eurer Besatzung auch darauf abzielen, das allgemeine Fahrverhalten des Fahrzeugs zu verbessern. Waffenbrüder passt ideal zur verbesserten Lüftung und erhöht die Fahrzeugleistung insgesamt um 10 %. Reparatur ist eine äußerst wichtige Fertigkeit für diesen Panzer, da der Kampf an vorderster Front sowie das seitliche Herausfahren bei euch jede Menge Schäden an den Ketten verursachen wird. Die für die Reparatur der beschädigten Ketten benötigte Zeit kann daher über Sieg oder Niederlage entscheiden. Adlerauge und Fahren wie auf Schienen verbessern euer Nahkampfpotenzial, während Adrenalinrausch eure Nachladezeit verringert, falls ihr schwer beschädigt werdet. In derartigen Situationen kann es von entscheidender Bedeutung sein, schneller als der Gegner abzudrücken, nicht nur, was euer eigenes Überleben betrifft, sondern auch hinsichtlich des Ausgangs des Gefechts. Tausendsassa schließlich unterstützt euch dabei, einsatzfähig zu bleiben, selbst wenn ein oder mehrere eurer Besatzungsmitglieder kampfunfähig sind. Angesichts der Tatsache, dass der Fahrer des IS-4 leicht ausfällt, ist dieser Vorteil äußerst nützlich. Es ist jedoch auch sinnvoll, ihn durch Reparatur zu ersetzen, da diese Fertigkeit eure Reparaturfähigkeiten maximal erhöht und zugleich die benötigte Zeit, um eure Module wieder einsatzfähig zu machen, verringert.

Wie immer gilt: Betrachtet die Konfiguration sowohl für das Zubehör als auch für die Besatzungsfertigkeiten als Vorschläge. Experimentiert auf eigene Faust und wählt aus, was eurer Meinung nach am besten für euch funktioniert.

 

Geschichte

Nachdem die KV-Serie allmählich veraltete und aufgrund ihres Mangels an Mobilität und der mechanischen Unzuverlässigkeit herbe Kritik seitens der Besatzungen einstecken musste, wurde sie einigen konzeptionellen Änderungen unterworfen. Die Schwachpunkte wurden teilweise im KV-1S beseitigt, der leichter und schneller war. Aufgrund der hohen Fertigungskosten und der mittelmäßigen Leistung der Serie im Kampf waren die sowjetischen Behörden drauf und dran, ihr Programm zur Produktion schwerer Panzer komplett einzustellen.

Nach der Schlacht von Kursk im Jahr 1943 überdachten die Sowjets ihre Prioritäten neu. Aufgrund der Bedrohung durch die zunehmende Leistungsstärke der deutschen Panzer, besonders durch den Panther und den Tiger I, nahm die sowjetische Panzerindustrie mit den Entwürfen für den KV-85 und den KV-13 die Entwicklung wieder auf. Das Ziel war ein verbesserter Panzerungsaufbau sowie ein leistungsstärkeres Hauptgeschütz. Nach einigen Änderungen wurde ein Prototyp namens IS-85 gebaut, der für die Produktion freigegeben wurde. Daraus entstand der schwere Panzer IS-1.

Eine Reihe von Modellvarianten wurde entworfen, darunter war der IS-2 der bekannteste und weit verbreitetste Typ.  Die Panzer, die unter den Bezeichnungen IS-3 und IS-4 bekannt werden sollten, wurden zur gleichen Zeit entworfen. Der IS-4 verfügte über eine Wanne, die der des IS-2 ähnelte, sie war jedoch länger und mit einem zusätzlichen Satz Straßenräder ausgestattet.  Weiterhin gehörten ein verbesserter Motor und eine verstärkte Panzerung zu seiner Ausstattung. Letzten Endes fielen jedoch die Geschwindigkeit und die Mobilität des Fahrzeugs enttäuschend aus, weswegen nur zirka 200 Stück davon gebaut wurden. Die meisten davon wurden im fernen Osten Russlands eingesetzt, bevor sie nach und nach aus dem Verkehr gezogen wurden.

 

Quellen:

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