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Panzerlogik: Finale der 5. Saison der WGLEU

Die 5. Saison der europäischen Wargaming League ist in Sofia in Bulgarien zum Ende gekommen. Zwei epische Tage, in denen Titanen fielen und die Außenseiter aufstiegen. Nur eins blieb kaltherzig: die stählernen Biester, die die Spieler in die Gefechte fuhren. Hier sind die fünf Panzer, die uns im Finale am meisten beeindruckt haben. 

      


A-43 

Eine überraschende Wahl von Schoolbus war der russische mittlere Panzer der Stufe VI, der A-43. Normalerweise nehmen Teams den T37 mit seinem großartigen Schaden pro Minute und der Fähigkeit, im Nahkampf mitzuhalten, oder den 59-16, der herausragende Tarnungswerte und ein Trommelmagazin hat, mit dem er schwach gepanzerten Fahrzeugen stark zusetzen kann.

Der A-43 ist aber eine sehr logische Wahl: Er hat besseren Schaden pro Minute als der T37 und eine hohe Sichtweite. Er ist nicht ganz so beweglich, aber Schoolbus benutzten ihn auf Steppen zu Verteidigung, wo eine ordentliche Beweglichkeit gut genug ist und er die Feuerrate hat, um leicht die Eroberung zurückzusetzen. Andere Vorteile sind die 730 SP gegenüber den erheblich geringeren 590 des 59-16 oder den 630 des T37. Wenn man bedenkt, dass wir oft die Panzer der Stufe VI gegeneinander kämpfen sieht, dann merkt man schnell, dass dieser Unterschied bei den SP entscheidend sein kann.

Team-Kapitän Alexey „Arclit“ Nogin sagte über den A-43 und warum sie ihn wählten:

„Der A-43 hat eine Nachladezeit von 1.89 Sekunden und einen insgesamt hohen Schaden pro Minute, ein sehr genaues Geschütz mit gutem Durchschlag und ist in Nahkämpfen effektiver als der T37, wenn er richtig benutzt wird (was meist nicht passierte). Er hat auch ein bisschen Panzerung, weshalb der Ru 251 ihn mit HE-Munition nicht komplett zerstört und er kann ein paar Schüsse abprallen lassen, vor allem von T37 oder Bulldogs. Interessanterweise schießt der A-43 viel schneller, sogar ohne Trommelmagazin“.


AMX 12 t

Wegen der Änderungen im Teamgefechts-Himmelsdorf in Version 9.6 ist die linke Seite (Linien 1-3) viel wichtiger geworden, besonders wenn man einen Weg sucht, die Eroberung der Angreifer zurückzusetzen. Dafür ist der AMX 12 t perfekt geeignet. Zum einen kann er mit seinem Trommelmagazin in kürzester Zeit 810 Schaden anrichten und hat eine annehmbare Nachladezeit von 17 Sekunden. Zum anderen sind auf den Linien 1-3 eine Menge Eisenbahnwagen, und um die Eroberung zurückzusetzen muss man unter Umständen unter ihnen durchschießen, weshalb das niedrige Profil des AMX 12 t besser ist als der T37.

Der Team-Kapitän von GGWP.PROArtur „Ron“ Ulianytskyi, sagte Folgendes über den Panzer und warum sie ihn benutzten:

„Der AMX 12 t ist total nützlich, wenn man eine der beiden Basen erobern will. Seine Tarnung ist großartig und mit der kleinen Größe kann er sich hinter den Gebäuden auf den Schienen verstecken, was es für die Verteidiger echt schwer macht, die Eroberung zu verhindern, selbst mit HE-Granaten. Auf einer anderen Basis gibt es eine „Höhle“ in der Eroberungszone, was eine gute Position für einen 12 t ist. Außerdem hat er ein Trommelmagazin und man kann im Nahkampf gut Schaden anrichten, besonders gegen gegnerische leichte Panzer der Stufe VI.


Objekt 416

Dieser Panzer war in 7/42 ziemlich üblich, besonders auf Klippe, vor allem weil er ein großartiges Geschütz hat, das ordentlich reinhaut (320 Schaden pro Schuss). Das war aber nicht der Hauptgrund dafür, dass Schoolbus ihn in ihrem letzten Gefecht gegen Kazna Kru auf Murowanka benutzt haben.

Stattdessen wollten sie passive Aufklärung auf K 5/6 bieten, damit Kazna auf der Linie nicht vorrücken konnten. Der 416 ist wegen seines niedrigen Profils dafür ein großartiger Panzer, da es die Chance verringert, von Panzern in G3 Granaten abzubekommen.

Am Ende schafften es Kazna Kru, ihn zu zerstören, aber es brauchte einiges an Zeit und Aufwand, von überragendem Scharfschießen ganz zu schweigen.


LTTB

Dieser russische leichte Panzer der Stufe VII sieht auf dem Papier sehr gut aus. Er ist insgesamt ein sehr guter Panzer mit ordentlicher Feuerkraft von einem genauen 85-mm-Geschütz mit hohem SPM, sehr guter Mobilität, die mit dem alten T-50-2 vergleichbar ist und einer besseren Panzerung, an der manchmal Schüsse abprallen.

WUSA benutzten ihn auf Ruinberg gegen PENTA. Und Ludwig “Sieesch” Müller-Zetzsche, der Team-Kapitän von WUSA, sagt uns warum:

„Anders als der LTTB hat der M41 Bulldog hohe Schadenswerte in Gefechten, aber das Geschütz hat dafür eine lange Nachladezeit, fehlenden Durchschlag und ist sehr ungenau. Wenn man also einen Scharfschützen auf der K-Linie in Ruinberg möchte, dann sollte man den WZ-131 oder den LTTB in Betracht ziehen, da sie über längere Zeit besseren SPM haben, bessere Genauigkeit und Durchschlagskraft und beide bessere Tarnungswerte, sodass sie gut als Scharfschützen geeignet sind. Die WGL RU Teams bevorzugen meist den WZ-131, der ein niedrigeres Profil hat. Wir mögen den LTTB aufgrund seiner Mobilität im späteren Spiel und der Chance, ein paar Granaten von Panzern der Stufe VIII abprallen zu lassen lieber.“


T-54 leicht

Zu guter Letzt: der Star der Show. Viele spekulierten schon vor dem Finale, dass der T-54 leicht von vielen Teams benutzt werden würde, aber niemand hat erwartet, dass er so oft gewählt wird. Mit den Änderungen in Version 9.6, die seine Nachladezeit und Streuung verbesserten, machte er für die Teams als direkter Konter zum Ru 251 Sinn.

Es fällt dem 251 schwer, den T-54 leicht mit seiner HE-Munition zu durchschlagen, sodass der T-54 pro Granate mehr Schaden anrichtet, zusätzlich zu seinen besseren SP und der Panzerung. Dasselbe gilt für den T49. Wir haben ihn oft auf Klippe gesehen, aber nun da der T-54 leicht der Panzer der Wahl ist, kann der amerikanische leichte Panzer nicht mehr zuverlässig die Mehrzahl der Panzer durchschlagen, was ihn noch unzuverlässiger als vorher macht.


    

Insgesamt sahen wir, wie schnell das Spiel sich verändern kann und wie viel diese Teams über die Optimierung ihrer Aufstellung nachdenken. Falls ihr sehen wollt, wie das Finale der 5. Saison gelaufen ist, könnt ihr alle oder nur eure gewünschten Spiele auf der entsprechenden Playlist anschauen.

 

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