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eSports-Fanberichte: Die Sieger stehen fest

Der Wettbewerb der eSports-Fanberichte lief schon vor der gamescom 2013. Jetzt veröffentlichen wir die besten dieser Berichte und belohnen die Gewinner. Jeder der Gewinner erhält seine Belohnungen entsprechend den Wettbewerbsregeln.

Die besten Einsendungen wurden in den folgenden Sprachen verfasst: Slowakisch, Polnisch und Französisch. Herzlichen Glückwunsch!

Gewinner Preis
Matomi   5.0005.000 
MrOmen   5.000 
veget   5.000 

Europäische Wargaming.net League: 

World Cyber Games: Deutsche Qualifikation

 

Wir danken euch noch einmal für die Teilnahme am Wettbewerb der eSports-Fanberichte!


Europäische Wargaming.net League

Autor: Matomi

World of Tanks Pro League – Zweite Saison

Zwölf Teams kämpften in der WoT Pro League, doch nur sechs europäische Teams qualifizierten sich für das Finale der World of Tanks Pro League auf der gamescom: Evil Panda Squad, Kazna Kru, Virtus.Pro, Team Dignitas, Mousesports und DeNova. Die Teams kämpften auf der gamescom in Köln, Deutschland um ihren Anteil an dem Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro. Der Wettbewerb war dieses Jahr hart umfochten und nur einige wenige Zuschauer wagten es, einen Tipp auf den Gesamtsieger abzugeben. Der Zeitplan der Spiele war auf zwei Tage ausgelegt: den 24. und 25. August 2013. Beide Turniertage wurden vom charismatischen Mitch Leslie von ESL TV eröffnet. Die einzelnen Spiele wurden dann von einem gemischten Duo kommentiert: Lauren Scott und Olivier Maxfield. Die Teams wurden in 7-gegen-7-Gefechte eingeteilt. Sie spielten also im Vergleich zu den normalen Spielen nur mit halber Stärke. Zuerst einmal wählten die Teams die Karten, auf denen sie spielen wollten. Das Wahlrecht wurde dabei per Münzwurf bestimmt.

Leider kann ich hier nicht alle Spiele beschreiben, da beide Finaltage richtiggehend vollgestopft waren. Ich muss aber erwähnen, dass mir das Spiel von Evil Panda Squad gegen Mousesports eineinhalb Stunden lang einen Adrenalinschub und ein wahnsinniges Spielerlebnis bescherten.

Evil Panda Squad aus Polen und ein weiteres in Polen ansässiges Team mit Spielern aus der europaweiten Gaming-Community – Mousesports – gehören zu den besten Profiteams der World-of-Tanks-Serie von Wargaming. Zweifellos hatten sich beide Teams auf diesen Tag und auf diesen besonderen Augenblick so gut wie möglich vorbereitet und wollten nichts dem Zufall überlassen. Man konnte wirklich nicht sagen, welches Team besser war. Man konnte nicht vorhersagen, wer gewinnen und wer verlieren würde. Diese Fragen sollten sich im Gefecht entscheiden. Darum liefere ich euch eine ausführliche Beschreibung dieses Gefechts der zweiten Saison der World of Tanks Pro League auf der gamescom.

Als erste Karte wurde „Ruinberg“ auserkoren – ein Paradies voller Verstecke, Hindernisse und Gebäude, in dem die Teams ihrem Gegner in den Hinterhalt locken und ohne Vorwarnung von jeder Seite aus angreifen können. Mousesports spielte in gelb und begann entlang der Kirchenstraße – ihre Gegner von Evil Panda Squad spielten in blau und machten sich auch auf einer Straße zur Kirche auf. Die Spieler beider Teams blieben anfangs zusammen, wobei Mousesports einen einzelnen Aufklärer zurück ließ, um den Überblick über die Straße zu behalten, die beide Stützpunkte miteinander verbindet. Es dauerte nicht lange, bis der Aufklärer von Mousesports entdeckt wurde und durch die schweren und mittleren Panzer vom Team Panda unter schweren Beschuss geriet. Das gelbe Team ließ seinen Aufklärer jedoch nicht im Stich und ihr eigener massiver Beschuss beschädigte einen der schweren Panzer des blauen Teams. Sie entschieden sich zu einem Rückzug zur eigenen Flagge, was sie einen weiteren Panzer kostete. Damit hatte das gelbe Team ausgehend von einer bogenförmigen Straße die Gelegenheit zum Angriff. Diese lag ebenfalls nördlich der Kirche. Die Panzer, die das Logo des schwarz-weißen chinesischen Bären trugen, vereinten sich um einen dreieckigen Gebäudekomplex und fügten den gelben Spielern schwere Verluste zu. Diese wurden innerhalb weniger Sekunden von allen Seiten vernichtet und hatten keinerlei Gelegenheit zur Flucht. Nur ein einziger Panzer fand einen Weg durch ein Schlupfloch, um lediglich zwei Straßen weiter seinen Untergang zu finden. Trotz der Niederlage am Kirchenplatz von Ruinberg entschied sich das gelbe Team zu einem schnellen Vorstoß auf den gegnerischen Stützpunkt, wo sie schleunigst Eroberungspunkte sammelten. Panda war zu diesem Zeitpunkt noch relativ weit entfernt. Aber nach 97 verdienten Eroberungspunkten tauchte einer der chinesischen Bären auf und zerstörte mit drei Schüssen jegliche Chance auf einen Sieg durch das gelbe Team. Evil Panda Squad gewann das erste Gefecht.

Das zweite Gefecht wurde auf der Karte „Prokhorowka“ ausgetragen – so ziemlich das genaue Gegenteil der Karte „Ruinberg“. Auf Prokhorowka gibt es mehr Flachland und weniger Hindernisse, dafür jedoch zahlreiche Büsche, Sträucher und andere Vegetation, die sich ausgesprochen gut für Scharfschützen eignen. Es lag damit an den Spielern beider Teams, was sie davon zu ihrem Vorteil nutzen wollten. Die Uhr tickte los und beide Teams entschieden sich für einen Ausfall nach Westen auf einen Feldweg, der den nördlichen mit dem südlichen Teil der Karte verband. Dieser Ort ist mit dichter Vegetation und vielen Büschen übersät und man kann dort unbemerkt im Hinterhalt lauern. Panda schickte seine Aufklärer auf einen Hügel im Zentrum der Karte, um Ziele für die im Hintergrund wartenden Panzer zu sichten. Die Taktik erwies sich als erfolgreich. Die Aufklärer von Mousesports wurden entdeckt, die gelben mittleren Panzer fuhren jedoch schnell in die gleiche Richtung und damit verlor Panda einen Panzer. Das blaue Team entschied sich danach, sich in Richtung Dorf hinter die Eisenbahnlinien mit den Hindernissen zu bewegen. Dahinter konnten sie sich verstecken und einige Sekunden lang abwarten, ob sich diese Bewegung auszahlen würde. Das Spiel kam nun zu einem völligen Stillstand. Beide Teams warteten auf ihren Positionen darauf, wer den ersten Schritt unternehmen würde. Das blaue Team wartete auf der Eisenbahnlinie und in der Nähe des Dorfs, während sich das gelbe Team zwischen den Büschen entlang des Feldwegs auf der gegenüberliegenden Seite der Karte versteckte. Plötzlich wurden auf der ganzen Länge der Karte Maßnahmen eingeleitet. Die gelben Spieler rückten von praktisch allen Seiten an, das blaue Team verlor einen weiteren Aufklärer und damit gelang auch der Vorstoß aus dem Norden. Die Spieler von Mousesports waren zu diesem Augenblick schon nahe den Schienen, nur wenige Meter vom Gegner entfernt, das blaue Team ließ sich die Situation jedoch noch einmal durch den Kopf gehen und zog sich bis zum Fluss am Fuße des Hügels zurück. Das Spiel kam wiederum zum Stillstand. Es gab nichts mehr, was man auf absehbare Zeit hätte unternehmen können. Und daher wurde das Ergebnis des Gefechts durch den Timer entschieden – diesmal gab es ein Unentschieden.

Die Karte blieb die gleiche. Noch ein Spiel auf „Prokhorowka“ würde den Sieger entscheiden. Dieses Mal änderte das blaue Team seine Taktik und bewegte sich hinter die Eisenbahnlinie rechts vom Startpunkt. Das war ein guter Ort, um entspannt die Manöver des gelben Teams zu beobachten. Das gelbe Team entschied sich zu einem Vorstoß entlang des Feldwegs und gelangte ohne schwere Kämpfe zu Pandas Flagge, die sich noch immer an der Eisenbahnlinie befand. Sie nutzten den Vorteil einer schwach verteidigten Flagge und begannen unverzüglich mit der Eroberung. Einige Sekunden später griff Panda mit all seiner Macht am eigenen Stützpunkt an. Beide Teams wurden hier dezimiert. Das blaue Team entschied sich dazu, seine Panzer aus dem Eroberungsgebiet abzuziehen. Die ganze Front verlagerte sich hinter die Eisenbahnlinie am Fuße des Hügels, wo Evil Panda Squad einen weiteren Siegpunkt erzielte.

Die dritte Karte war „Himmelsdorf“ – eine Karte voller Gebäude, Ruinen und Hindernissen und einer Burg, die über allen thront und die schon immer zu den strategischen Punkten zählte. Diese Karte ist zweifelsfrei eine der schwierigsten Karten, um Taktiken zu ersinnen und Vorstöße zu planen. Die Teams traten dem Gefecht bei und dieses Mal schlugen die Spieler verschiedene Wege ein. Das blaue Team bewegte sich unter dem Kliff vorwärts, auf dem die Burg errichtet ist, während das gelbe Team durch den Bahnhof stürmte. Plötzlich ereignete sich etwas, das man nicht alle Tage erlebt: Nach nur 19 Sekunden im Gefecht erreichten die Spieler von Panda mit nur einem einzigen Panzer Verlust mit fünf Panzern den gegnerische Stützpunkt und begannen mit der Eroberung. Auch Mousesports begann mit der Eroberung, allerdings nur mit einem einzigen Panzer, während sie die verbleibenden Panzer zur Verteidigung der eigenen Flagge aussandten. Panda hatte jedoch einen sehr gerissenen Plan für sie vorbereitet, der alle Verteidigungsbemühungen fruchtlos machte. In der Halle sah man die Spieler vom Team Panda mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Hände in die Höhe recken. Sie waren ein Gemälde voller Glücklichkeit und Stolz wegen der unglaublichen Koordination, mit der sie den letzten Aufklärer vernichtet hatten, der sich am Stützpunkt versteckt hielt. Das gesamte Gefecht dauerte nur wenige Minuten, und die Mitglieder von Evil Panda Squad nutzten jeden Vorteil und verloren nur einen Bruchteil ihrer Panzer. Das war sicherlich eines dieser unvergesslichen Matches, für die die Besucher der gamescom gekommen waren, um daraus zu lernen und sich für zukünftige Gefechte davon inspirieren zu lassen.

 

Matches der zweiten Saison der World of Tank Pro League auf der gamescom:

  • 24.08. um 10:10 Uhr: Mousesports gegen Evil Panda Squad – 0:3
  • 24.08. um 12:00 Uhr: DeNova gegen Kazna Kru – 1:3
  • 24.08. um 15:00 Uhr: Evil Panda Squad gegen Kazna Kru – 2:3
  • 24.08. um 17:00 Uhr: Mousesports gegen DeNova – 2:3
  • 25.08. um 10:10 Uhr: Virtus.Pro gegen DeNova – 3:2
  • 25.08. um 12:00 Uhr: Evil Panda Squad gegen Kazna Kru – 3:0
  • 25.08. um 14:00 Uhr: DeNova gegen Kazna Kru – 0:3
  • 25.08. um 16:00 Uhr: Virtus.Pro gegen Evil Panda Squad – 4:1 (das Finale) 

 

Endergebnisse:

  1. Virtus.Pro, mit einem Endergebnis von 22-2
  2. Team Dignitas, mit einem Endergebnis von 18-4
  3. Kazna Kru, mit einem Endergebnis von 16-10
  4. DeNova, mit einem Endergebnis von 15-11
  5. Mousesports, mit einem Endergebnis von 15-9
  6. Evil Panda Squad, mit einem Endergebnis von 13-13
  7. Team WD, mit einem Endergebnis von 11-11
  8. Spale, mit einem Endergebnis von 9-13
  9. Dragonborns - Odem Mortis, mit einem Endergebnis von 8-14
  10. Team moreWoT.Planetkey, mit einem Endergebnis von 7-15
  11. eSuba.INTEL, mit einem Endergebnis von 5-17
  12. GF-Gaming, mit einem Endergebnis von 1-21

 

Ich wünsche den Gewinner und allen teilnehmenden Teams viel Glück bei den weiteren Turnieren und Gefechten dieser Reihe und natürlich auch starke Nerven und gute Taktiken, die ihnen viele Preise und die Siege bei zahlreichen Gefechten einbringen werden. Zudem hoffe ich, dass man in den zukünftigen Turnieren mehr Teams aus den europäischen Ländern sehen wird.

Die ganze Spannung lag jedoch nicht nur in den Gefechten. Der WoT-Stand auf der gamescom und die Halle, in der das Finalturnier der zweiten Saison der WoT Pro League ausgetragen wurde, war vom Sponsor BenQ mit professioneller PC-Ausrüstung ausgestattet worden. Die Spieler trugen Kleidung in ihren Teamfarben und mit ihren Logos, allesamt mit ihren eigenen Profi-PCs und NASCAR-artigen Stühlen ausgestattet. Die Gaming-Bühne stand vor einem Zuschauerraum, von dem aus die gamescom-Besucher gemütlich den gesamten Verlauf des Turniers verfolgen konnten.

Zusammengefasst möchte ich behaupten, dass die gesamte zweite Saison der World of Tanks Pro League für mich ein unglaubliches Erlebnis war. Selbst wenn ich das Ganze nur über das Internet verfolgen konnte, so habe ich die Atmosphäre doch genossen und jeden einzelnen Moment der Gefechte zusammen mit den Spielern ausgekostet. Ich denke, alles war perfekt geplant und hervorragend ausgerichtet und jeder (Spieler und Zuschauer gleichermaßen) hat erlebt, weswegen er gekommen war.

Auf einer Skala von 0 bis 10 (wobei 10 die Bestnote ist) würde ich eine 10 vergeben!

 

Autor: MrOmen 

Das Finale der World of Tanks League ist der krönende Abschluss gewaltiger Anstrengungen und Aufopferungen von Spielern, die in zahllosen Stunden des Ligaspiels Gefechte ausgetragen und noch viel mehr Zeit in das Training und die Verbesserung ihrer Fähigkeiten gesteckt haben. Diese Phase ist nur den besten und einzig wahren Kommandanten der virtuellen Metallbestien vorbehalten, die sich gegenseitig um den Hauptpreis herausfordern. Diesmal sind es die Mitglieder der Clans von Virtus.Pro und Evil Panda Squad, die das Finale untereinander austragen durften. Lest weiter und erfahrt, wie ihre ultimative Rivalität entstand.

Beide Teams sind in der Welt des eSports berühmt – das russische Team Virtus.Pro ist praktisch schon eine eigene Marke. Sie haben Teams, die sich vielen Spielen widmen, und ein Füllhorn von Sponsoren. Ihre Rivalen waren ein Team aus Polen, das erst kürzlich den zweiten Jahrestag ihres Bestehens feierte. Sie sind vielleicht noch nicht so bekannt wie ihre Kontrahenten, hatten jedoch den Vorteil, das Gefecht ohne den Druck angehen zu müssen, sich als Bester zu beweisen.

Ihre Wege zu diesem Aufeinandertreffen konnten unterschiedlicher nicht sein – die Russen gewannen beeindruckende 20 von 22 Matches. Die Ergebnisse des polnischen Teams waren mit 11 Siegen und 11 Niederlagen weitaus weniger beeindruckend. Man muss dabei jedoch anmerken, dass sie gegen die Besten aller Teams gespielt hatten. Der beeindruckendste Moment auf der gamescom war Polens Niederlage gegen Kazna Kru – trotz eines verbissenen Gefechts unterlagen sie den Serben. Das hatte zur Folge, dass sie praktisch wieder bei Null beginnen mussten. Glücklicherweise kamen sie mit einem Sieg über DeNova erneut in Fahrt. Am Ende ihres Weges standen sie ihrem bekannten Erzfeind gegenüber – Kazna. Man sagt, Rache werde am besten kalt serviert, und Panda nahm wirklich blutige Rache. Mit einem 3:0-Sieg zeigte sich das deutlich. Wenn man einem harten Gegner gegenübersteht, muss man ihm einfach geradewegs in die Augen blicken und sein Selbstvertrauen in Grund und Boden rammen. Man kann sich nur schwerlich einen aufregenderen und schöneren Weg ins Finale gegen Virtus.Pro vorstellen.

Die erste Karte, auf denen die Teams kämpfen sollten, war „Prokhorowka“. Die Auswahl der Panzer war identisch – eine Auswahl aus 2x T69, 3x AMX 13 90 und zwei amerikanischen T1. Das erste Gefecht des Finales würde sich als bahnbrechend erweisen, da die Sieger des Gefechts ruhigen Gewissens in die nächste Schlacht ziehen könnten. Das Verliererteam trüge die Last der Niederlage auf seinen Schultern und müsste den Punktverlust wieder wettmachen. Trotzdem begann das Match überraschend: Die Russen verließen die Baumreihe in der zweiten Spalte und schickten die gesamten Kräfte in das Gebiet hinter der Eisenbahnlinie. EPS überquerte diese Linie nicht. Sie folgten ihr einfach und dadurch trafen sie früh genug aus den ersten Aufklärer. Potomako übernahm schnell den höchsten Hügel der Karte. Damit konnte er dem Gegner auch schnell einen gut platzierten Treffer versetzen. Leider ist dieser Ort durch heftigen Beschuss durch die unten stehenden Panzer gut zu treffen. Und genau das tat Virtus.Pro und zerlegte den lästigen AMX zügig. Nur Augenblicke später verlagerte sich der Schauplatz des Gefechts in Richtung Stadt, wo Pandas sofortiger Vorstoß die Zerstörung des T69 und bald darauf der beiden T1 zur Folge hatte, die sich diesem Zusammentreffen hilflos gegenübersahen. Nach schnellem Nachladen zerstörte xinef den AMX des russischen Teams, was den Polen einen Vorteil in Sachen Feuerkraft verlieh, da sie dadurch einen Panzer mehr der achten Stufe hatten. Diesen Vorteil glichen die „Bären“ jedoch schnell aus, indem sie xinef vernichteten und damit das Gleichgewicht wiederherstellten. Zu diesem Zeitpunkt wandelte sich die Situation in einen Nervenkrieg, da auf dem Schlachtfeld nur noch Panzer mit fast gleichen Strukturpunkten verblieben. Perfekt gezielte Schüsse und eine schnelle Auffassungsgabe sollten den Ausgang dieses Gefechts entscheiden. Anscheinend verfügte Dellight ausreichend über beide Voraussetzungen, denn er steuerte seinen AMX 13 90 erfolgreich und zerstörte den T69 und die verbleibenden T1. Damit setzte er den polnischen Siegesträumen ein jähes Ende.

Die zweite Runde des Matches wurde auf der Karte „Kloster“ gespielt. Wenn man auf dieser Karte die Herrschaft über einen guten Bereich im Zentrum bei den Gebäuden übernimmt, sichert man sich einen strategischen Vorteil und die Möglichkeit, beide Seiten der Karte im Auge zu behalten. Diesmal entschied sich Virtus.Pro für eine andere Panzeraufstellung und tauschte den T69 gegen einen AMX 50 100. Panda wechselte vom AMX 13 90 auf den T69. Trotz aller früheren Voraussagen ignorierten beide Teams den zentralen Bereich und preschten wie auf Kommando zu den Bergregionen in den Spalten zwei und drei. Eine schnelle und aggressive Fahrt von V.P. erlaubte es ihnen, die besten Positionen einzunehmen und dies sollte die Polen dazu zwingen, direkt vor ihre Geschützläufe zu fahren. Das erste Gefecht verlief schnell und dynamisch, doch dieses erwies sich nach der Einnahme der Positionen als etwas schwerfälliger. Die Spieler mussten auf den idealen Angriffszeitpunkt warten. Trotzdem wollte keines der Teams angreifen, und schon bald zog sich Virtus.Pro zurück und wartete in einer defensiven Position auf den Gegner. Aber wieder einmal – wie durch einen Wink mit einem Zauberstab – entschied sich Panda für die gleiche Taktik – und wollte den Gegner zu einem Verlassen seiner Position zwingen. Beim letzten Gefecht war das Vollkontakt-Gefecht von einem Nervenkrieg geprägt – doch diesmal waren Geduld und defensive Manöver ausschlaggebend. Der Timer zeigte noch 1:56 bis zum Ende des Gefechts an, als beide Teams (nach dem Verlassen der defensiven Positionen) in den Sektoren C2 und D 2 aufeinandertrafen. Die Landschaftsgestaltung bescherte dem polnischen Team einen Verlust an Strukturpunkten, wobei sie selbst praktisch keinen Schaden am Gegner ausrichten konnten. Dies wiederum ermutigte ihn zu einem Vorstoß auf die verbleibenden gegnerischen Panzer. Doch ein gut koordinierter Rückzug der polnischen Streitkräfte ermöglichte es ihnen, diesen Angriff zu überleben, und schon bald verwandelte sich die Situation in ein Geduldspiel – wobei der erste abgeschossen werden würde, der seine Position verließ. Anscheinend konnte sich das niemand leisten und das Spiel endete mit Ablauf der Spielzeit. Ergebnis: ein Unentschieden.

Das dritte Spiel wurde auf der gleichen Karte ausgetragen und die Panzeraufstellung blieb identisch. Interessanterweise hielten sich beide Teams an die gleiche Strategie wie zuvor. Mit dem Unentschieden im Hinterkopf dachten beide, der Gegner würde mit einem anderen Ansatz aufwarten, doch diese Vermutung erwies sich als nichtig. Nach einem Moment der Wartezeit zog sich ein Panzer von Virtus.Pro zurück, um das Zentrum freizumachen. Das war vermutlich die Aktion, die im vorherigen Gefecht gefehlt hatte, denn der dort stehende T1 konnte in Spalte zwei fahren. sony43 war schnell erledigt. Dieses Manöver erlaubte dem russischen Duo aus las777vegas und koreetz in den T1-Panzern einen erfolgreichen Vorstoß zum gegnerischen Stützpunkt direkt unter die Flagge. Zwei Panzer können eine Flagge leicht in 45 Sekunden einnehmen und in dieser Zeit musste Panda mit diesem Problem fertigwerden. Eine Eroberung verursacht immer etwas Verwirrung auf Seiten der Gegner, da sie einen Panzer zur Verteidigung des Stützpunktes abstellen müssen. Dies schwächt ihre Kräfte, die sich auf das Bekämpfen des Gegners konzentrieren. Und auch dieses Mal hat sich dies bewahrheitet, doch Panda agierte vernünftig und zog alle Panzer zurück – ein Panzer zog los, um den Stützpunkt (erfolgreich) zu verteidigen, während der Rest dafür sorgte, dass der Gegner nicht aus seinem zeitweiligen Vorteil Gewinn schlagen konnte. Nach einer kurzen Schießerei, bei dem der Panzer des berühmten polnischen YouTuber, NewMultiShow, zerstört wurde, mussten sich die Russen zu ihrem Stützpunkt zurückfallen lassen, da sie dieses Mal die Eroberung verloren. Auf sie wartete jedoch noch eine böse Überraschung, denn der Aufstieg wurde von potomako verteidigt. Das war ein sehr intelligenter Zug und schnitt die Möglichkeit auf eine schnelle Rückkehr zum Stützpunkt ab. Dies endete in einem verbissenen Feuergefecht in Sektor D1, bei dem die Polen sowohl in Sachen Panzer als auch Höhe den Vorteil hatten. Großes Lob geht an den Kommandanten, der die Vorkommnisse überblickte und einen Panzer ausschickte, der die Russen zum Anhalten zwang. Es war unumgänglich, dass die Polen diese Gelegenheit nutzten – sie zerschossen die gegnerischen Panzer in wenigen Augenblicken und nach drei Matches lautete das Ergebnis 1:1.

Die vierte Karte war „Ensk“ – von offenem Gelände ging es also zu einem typischen Gebäudekampf, der jedoch in den Spalten 9 und 0 die Möglichkeit zu einem „Durchschlüpfen“ durch grüne Gebiete bot. Die Änderung der Karte führte auch zu einem Wechsel der Panzer – von leichten und schnellen Panzern mit automatischen Ladevorrichtungen gingen die Teams zu den schwereren Einheiten über – 2x IS-3 und 2x AMX 50 100 bei den Russen und 3x IS-3 und 1x AMX 50 100 beim rot-weißen Team. Die anfänglichen Schritte waren bei beiden Teams gleich – ein schneller Vorstoß zu den Gebäuden im Zentrum des linken Kartenabschnitts. Dort angekommen mussten beide Teams stoppen, um selbst den kleinsten Vorteil für sich zu nutzen. Virtus.Pro benötigte drei Minuten für die Entscheidung, mit drei Panzer anzugreifen. Die Zusammenfassung der in den nächsten 90 Sekunden folgenden Ereignisse erweist sich als ausgesprochen schwierig, doch es reicht anzumerken, dass es das komplett in orange gekleidete russische Team trotz des anfänglich von Break_neck erlittenen Schadens in die von Panda verteidigten Gebäude schaffte. Dadurch konnten sie den Vorteil einer organisierten Gruppe ausnutzen und nahmen es mit einer verstreuten Gruppe gegnerischer Panzer auf. Ich gratuliere zu dieser Entscheidung und der maximalen Ausnutzung der Möglichkeit eines kompakten und koordinierten „Wolfsrudels“.

Himmelsdorf. Jeder Spieler von World of Tanks kennt diesen Namen – selbst auf Stufe I. Diese Karte gibt es schon seit den frühesten Anfangszeiten unserer Abenteuer, die wir mit diesem Spiel erleben dürfen. Dies ist die Königin der Stadtkarten, bei der sich das Schicksal der Schlacht gewöhnlich entweder an der Burg oder nahe der „Banane“ direkt darunter entscheidet. Die Panzerkonfiguration hatte sich nicht großartig geändert. Der Unterschied lag darin, dass Panda einen IS-3 aufgab und dafür auf die Mobilität des T69 setzte. Die Russen dachten sich anscheinend, man sollte an einem siegreichen Team keine Änderungen vornehmen und änderten daher nichts an ihrer Aufstellung. Zum ersten Mal bei diesem großen Finale wurden wir bei der Herangehensweise an eine Karte Zeugen unterschiedlicher Ansätze: Die Russen warfen ihre Kräfte nach oben und die Polen nahmen den Übergang ganz unten. Dies hätte also bedeuten können, dass die Vorstöße aneinander „vorbeiliefen“ und dass das Gefecht eine Wendung nehmen würde, die kein Kommandant würde vorhersehen können. Der einzige Satellit, der die Bewegungen von Virtus.Pro überwachen konnte, war ein T1, der jedoch schon bald nicht mehr unter uns weilte. Währenddessen wurden die polnischen Spieler von einem von oben ausgehenden Angriff überrascht, da sie sich nicht am Felsen, sondern näher an der Kartenachse befanden. Dort ist man einem derartigen Angriff relativ schutzlos ausgeliefert. Ein kurzer Überblick über die zur Verfügung stehenden Kräfte führte zu einem Zug durch die „Banane“ und zu einem Gefecht gegen eine kleine Anzahl von Gegnern, da der Rest weiter oben entdeckt wurde. Nach dem Anfangserfolg und dem erfolgreichen Stehlen einiger Hundert Strukturpunkte kam die russische Kavallerie herbeigeritten und zerstörte die EPS-Panzer, die schon einige Beschädigungen davongetragen hatten. Das Gefecht war heftig, doch dem Untergang geweiht, denn die zurückkehrenden Panzer von Virtus.Pro entluden ihren ganzen Zorn auf den Gegner. Daher ergab sich ein Ergebnis von 3:1. Doch schon bald sollten wir eine offene, grüne Karte erleben, bei der es sich auch um die letzte Karte des Spiels handeln konnte.

Die Auswahl der Panzer auf der Karte „Steppen“ konnte das Schicksal der Teams beim Finale entscheiden, denn den Jungs aus Russland fehlte nur noch ein einziger Sieg. Die Teams setzten auf eine Zusammenstellung mit den Panzern AMX 13 90 und T69. Ein Sieg in dieser Runde war für die polnischen Kämpfer ein Muss, und daher stellte sich ihnen folgende Frage: Spielen wir „unser Spiel“ oder setzen wir alles auf einen durchgeknallten Angriff, mit dem wir unseren östlichen Nachbarn den Sieg vor der Nase wegschnappen? Der Anfang des Gefechts war für diese Karte ein Standardmanöver: Ein schneller Vorstoß nach rechts, um den ewigen Felsen einzunehmen und sich die bessere Position zu sichern. Ein bisher noch nicht dagewesenes, ziemlich ausgeglichenes Duell zweier T1-Panzer markierte den Beginn der Auseinandersetzung. Dieses Aufeinandertreffen wurde von den starken Panzern beider Teams gnadenlos ausgetragen. Der Sieger dieses Kampfes war Eclipse von EPS, der koreetz besiegte, ohne dabei auch nur einen einzigen Strukturpunkt einzubüßen. Diese Niederlage war jedoch nicht im Geringsten entscheidend und daher zögerten die Russen keinen Augenblick und nutzten den freien Weg, um die Polen anzugreifen, von denen sie vom Hügel aus beschossen wurden. Diese Taktik mutet uns vielleicht seltsam an, denn das unten stehende Team befindet sich gewöhnlich im Nachteil. Doch die gute Koordination der Streitkräfte konnte in einem hervorragendem Zusammenspiel durch den Beschuss aus französischen Magazinen durchbrechen und einen guten Kampf liefern. Es stellte sich allerdings heraus, dass dieser Kampf nicht gerade fair war. Noch vor einer Minute waren alle polnischen Panzer im Spiel, doch schon kurze Zeit später verblieben nur noch ein T69 und ein T1 auf der anderen Seite der Karte. Man konnte sich diese Szene kaum ansehen, denn es war offensichtlich, dass Virtus.Pro den Sieg davontragen würde, selbst wenn sie nicht alle Panzer des Gegners vernichten würden. Es war nur eine Frage der Zeit, und nur knapp zwei Minuten später triumphierte das russische Team im sechsten Zusammentreffen und hoben siegreich die Arme gen Himmel.

Zu diesem Zeitpunkt hätte man behaupten können, alles sei schon vorbei gewesen und dass es einen deutlichen Sieger und einen klaren Verlierer gäbe. Die ganze Geschichte ist jedoch nicht ganz so einfach. Es stimmt, dass die Russen ihre Überlegenheit in der World of Tanks Pro League bestätigten. Sie spielten jedoch nur zwei gute Matches. Warum „nur“? Denn als Preis für den Sieg in der Liga qualifizierten sie sich für die spätere Phase des Turniers. Evil Panda Squad qualifizierte sich jedoch als letzter Platz und traf auf Teams, die viel besser waren als sie selbst, doch sie besiegten diese Teams. Sie kämpften sich nach einer Niederlage gegen Kazna Kru zurück ins Geschehen, denen sie später bewiesen, dass sie bis zum bitteren Ende kämpfen und gegen niemanden das Handtuch werfen. Gegen absolut niemanden! Das ist die Einstellung, die nur die Besten der Besten dieses Spiels an den Tag legen. Ihre Belohnung war ein Scheck über 21.000 Euro. Virtus.Pro erhielt 50.000 Euro. Ich hoffe inständig, dass es beim Sieg nicht nur um das Geld ging. Der größte Sieg war ein Duell dieser beiden Teams, der den übrigen Wettbewerb an Qualität übertraf. Der Manager von Virtus.Pro drückte seine Enttäuschung aus, da er im Finale gerne gegen ein anderes russisches Team angetreten wäre: Team Dignitas. Die Finalgegner waren jedoch ein Team, das wahrscheinlich niemand auf der Liste hatte. Die größte Kostbarkeit derartiger Turniere ist jedoch, dass die eindrucksvollsten Erfolgsgeschichten von den wahrhaftigen Außenseitern geschrieben werden. Und dass sich der klare Favorit gegen einen unerwartet starken Gegner behaupten muss. Hoffentlich erleben wir auch in Zukunft weitere derartige Augenblicke – solche Momente, in denen der Überraschungsmoment eine bedeutende Rolle spielt und bei denen sich die virtuellen Panzerschlachten als ruhiges Aufeinandertreffen des menschlichem Verstandes und Charakters erweisen.

 

Autor: Veget

Hier findet ihr meinen Bericht über den ersten Tag der WoT Pro League. Ihr findet diesen Bericht auch auf der Millenium-Website unter folgender Adresse.

Die größte Überraschung des Tages bescherte uns die Niederlage von  Team Dignitas gegen  Odem Mortis. Anscheinend spielte Team Dignitas ein offensives, wenn nicht sogar sehr offensives Spiel. Doch sie gingen dabei zu weit, spielten zu schnell und trafen auf ein beherztes Team: Diese Taktik zahlte sich auf „Ensk“, der ersten Karte, und auf „Himmelsdorf“, der vierten Karte, nicht aus. Daraus ergab sich ein 3:1-Sieg. Team Dignitas konnte die letzte Karte für sich entscheiden, da war es jedoch schon zu spät, um noch etwas am Endergebnis zu ändern: 3-2 für Odem Mortis.

Dies scheint eigentlich unbedeutend zu sein, doch es handelt sich dabei um die dritte aufeinanderfolgende Niederlage von Team Dignitas in der professionellen Liga, wenn man die beiden Niederlagen gegen Mousesports und Virtus Pro hinzurechnet. Das sind natürlich wirklich starke Teams und die Niederlagen erfolgten beide mit 3:2. Für den Sieger der ersten Saison ist das trotzdem jedoch etwas besorgniserregend.

 Virtus.Pro schlug erwartungsgemäß  Team moreWoT.Planetkey mit 3:2. Der Sieg erfolgte auf den Karten zwei, drei und vier: Prokhorowka“, „Himmelsdorf“ und „Steppen“. Das deutsche Team rettete sein Gesicht durch den Sieg auf der ersten Karte („Ensk“) und der letzten Karte („Minen“). Dieser Sieg bringt nicht notwendigerweise Selbstvertrauen, denn Team moreWoT.Planetkey belegte in der zweiten Saison den zehnten Platz. Der Beginn einer neuen Saison ist jedoch niemals leicht und Virtus Pro hatte da Erfolg, wo Team Dignitas versagte.

Letztendlich gab es zwei Matches, die live über Twitch gestreamt wurden:

 

 1SBP Ulanska Fantazja gegen  Evil Panda Squad

Erste Karte – Himmelsdorf“: 2x AMX 50 100, 1x T32, 1x T69, 1x 110 und 2x T1 für 1SBP im Süden gegen 2x AMX 50 100, 1x T69, 2x IS-3 und 2x T1 für EPS im Norden.

Langsam aber sicher bewegte sich 1SBP über Spalte 8, dann in den Park und schließlich zu Spalte 5 und 6. Sie eliminierten den T1 auf B8, der die Strecke in Zeile B überwachte, und schließlich gingen sie zu einer Eroberung des Stützpunktes von EPS über, als im Südwesten des Parks ein AMX 50 100 den T1 von 1SBP zerstörte.

EPS konterte durch die Aussendung des zweiten T1 zur Eroberung des Stützpunktes von 1SBP und griff auf zwei Flanken an: die IS-3 auf der einen Seite und die anderen „Stufe VIII“ auf der anderen Seite. Die Verluste gleichen sich aus und die Eroberung wurde von 1SBP abgewehrt. Der T1 von EPS machte Nägel mit Köpfen und eroberte den Stützpunkt von 1SBP. 1:0 für Evil Panda Squad

 

2. Karte – „Prokhorowka“: 2x T69, 3x AMX 13 90, 2x T1 – auf beiden Seiten. 1SBP im Süden und EPS im Norden.

Sturmangriff durch die AMX-13-90-Panzer von 1SBP, die entlang Spalte 3 vorpreschen. Die T69s leisten von Zeile E und F hinter Felsen aus Unterstützung und erleiden schwere Verluste. EPS entscheidet sich dann zur aufeinanderfolgenden Zerstörung der AMX-13-90-Panzer von 1SBP. 1SBP kann an einem Panzer nicht ausreichend Schaden bis zur Zerstörung verursachen, während die AMX-13-90-Panzer einer nach dem anderen ausgeschaltet werden.

Die T69-Panzer von 1SBP werden gleich danach zerstört, wie schon die T1-Panzer. Ein 42-2-Sieg für Evil Panda Squad und damit die 2:0-Führung.

 

3. Karte – Kloster: 2x T69, 3x AMX 13 90, 2x T1 für 1SBP im Süden gegen 3x T69, 2x AMX 13 90, 2x T1 für EPS im Norden.

1SBP nimmt eine bessere Position ein und erobert das Kloster. 1SBP zerstört einen T1 und übernimmt die Kontrolle über die östliche Seite der Karte. Der zweite T1 wird ebenfalls zerstört und damit hat EPS keinen Aussichtspunkt mehr. Nach einiger Zeit entschließt sich 1SBP zum Handeln, kehrt zum eigenen Stützpunkt zurück und bewegt sich anschließend in den Westen der Karte, um das Geschick des Gefechts gegen EPS umzukehren, denn dort befindet sich EPS gerade.

Diese Aktion kommt jedoch viel zu spät und sie haben nicht einmal mehr die Zeit, einen Schuss abzugeben. Ein 2:2 – Unentschieden. Nach Punkten führt Evil Panda Squad weiterhin mit 2:0.

 

4.Karte – Ensk“: 2x AMX 50 100, 1x T69, 2x IS-3, 2x T1 für 1SBP im Norden gegen 3x AMX 50 100, 2x IS-3, 2x T1 für EPS im Süden.

EPS übernimmt die bessere Position in der Stadt. 1SBP hat seinen T69 und zwei T1-Panzer ausgeschickt, um den Stützpunkt von EPS zu erobern und in den Reihen von EPS Verwirrung zu stiften. Die anderen Panzer von 1SBP in der Stadt greifen nun die Panzer von EPS an, von denen drei ursprünglich zur Verteidigung des Stützpunktes ausgeschickt wurden.

Diese Verwirrung funktioniert großartig zu Gunsten von 1SBP, auch wenn die Eroberung um Haaresbreite fehlschlägt. Der verzweifelte Versuch durch den T1 von EPS hat nichts geändert. NewMultishow mit seinem AMX 50 100 hat bei einem Verhältnis von 3:1 keine Chance und kann in dieser Situation nichts ausrichten. Ein 42-18-Sieg geht an 1SBP Ulanska fantasjaEs steht 2:1 für Evil Panda Squad.

 

5. Karte – Steppen“: 3x T69, 2x AMX 13 90, 2x T1 für 1SBP im Süden gegen 2x T69, 3x AMX 13 90, 2x T1 für EPS im Norden.

1SBP übernimmt in den ersten Sekunden eine bessere Position im Spiel und kann einen T1 zerstören. Danach entscheiden sie sich für einen Angriff im Westen, werden jedoch von EPS entdeckt und einige Feuerwechsel resultieren in der Zerstörung eines T1 von 1SBP. Alle Panzer von 1SBP setzen sich anschließend auf der Karte in Bewegung, um Positionen nahe des Stützpunktes von EPS einzunehmen, und machen sich schrittweise auf in Richtung Südwesten. Auf dem Weg dorthin zerstören sie einen zweiten T1.

Angesichts der Tatsache, dass sie für ein Unentschieden einen Sieg benötigen, greifen sie die Panzer der Stufe VIII von EPS an. Sie befinden sich in einer schlechten Position und werden infolge ihrer Bemühungen angegriffen. Die AMX-13-90-Panzer und ein T69 von 1SBP werden ausgelöscht, womit auf Seiten von EPS nur noch ein Panzer bleibt – und das einige Sekunden vor dem Ende. Ein 26-8-Sieg für Evil Panda Squad, die diese Begegnung mit 3:1 für sich entscheiden.

 

DeNova gegen   Team WD

Erste Karte – Himmelsdorf“: 2x AMX 50 100, 1x T69, 2x IS-3, 2x T1 für DeNova im Süden gegen 2x AMX 50 100, 1x T69, 1x IS-3, 1x 110 und 2x T1 für Team WD im Norden.

Team WD stößt im Westen der Karte vor. Sie zerstören den Aufklärer-T1 und ziehen damit die Aufmerksamkeit aller Panzer der Stufe VIII von DeNova im Südwesten der Karte auf sich, woraus sich ein Gefecht ergibt. Die Panzer werden brillant bei einem gnadenlosen Vorstoß eingesetzt, bei dem der Gegner von hinten angegriffen wird. Team WD gewinnt dieses Aufeinandertreffen letztendlich und hält zwei seiner Panzer der Stufe VIII am Leben. Ein 42-25-Sieg und 1:0 für Team WD.

 

2. Karte – „Ruinberg“: 2x AMX 50 100, 2x T69, 1x AMX 13 90, 2x T1 für beide Teams. DeNova im Norden, Team WD im Süden.

Die beiden Teams treffen sich im Osten der Karte zum Gefecht. Auf jeder Seite wird ein AMX 50 100 zerstört. Der T69 von DeNova kann einen AMX 13 90 zerstören, was DeNova die zahlenmäßige Überlegenheit beschert. Die WD-Panzer werden danach zu einem Vorstoß gezwungen, aber einer nach dem anderen auseinandergenommen.

Ein 42-17-Sieg für DeNova und der Ausgleich zum 1:1.

 

3. Karte – „Steppen“: 2x T69, 3x AMX 13 90, 2x T1 für beide Teams. DeNova im Norden, Team WD im Süden.

Wie auf Ruinberg gibt es eine hart umkämpfte Schlacht im Osten der Karte, die sich zum Vorteil von DeNova entwickelt. In weniger als drei Minuten ist das Spiel vorbei und drei Panzer der Stufe VIII von DeNova sind noch am Leben. Ein 42-16-Sieg und DeNova übernimmt die Führung mit 2-1.

 

4- Karte – „Ensk“: 3x AMX 50 100, 1x IS-3, 1x 110, 2x T1 für Team WD im Norden. 2x AMX 50 100, 1x T69, 2x IS-3, 2x T1 für DeNova im Süden.

Ein Stadtgefecht zwischen den beiden Teams. Ein T69 von DeNova schaltet im Zentrum einen AMX 50 100 von Team WD aus, während die anderen vier Panzer in die Stadt vorrücken. In einem Gefecht 4-gegen-4 zerstört DeNova die vier WD-Panzer ohne einen eigenen Verlust, erleidet jedoch heftigen Schaden.

Nun müssen nur noch der letzte AMX 50 100 und die beiden T1-Panzer abgefertigt werden und sie haben den Sieg in der Tasche. Ein 42-10-Sieg. DeNova gewinnt 3-1.

5. Karte – Minen“: 2x T69, 3x AMX 13 90, 2x T1 für Team WD im Norden, 3x T69, 2x AMX 13 90 und 2x T1 für DeNova im Süden.

DeNova übernimmt die Position auf dem Hügel. Man umzingelt seine Gegner und prescht gleichzeitig von Osten aus in die Stadt vor. Team WD nimmt den Fehdehandschuh an und auf beiden Seiten überleben nur zwei die Konfrontation. Team WD versucht sich anschließend an der Eroberung des Stützpunkts von DeNova, doch die letzten beiden AMX-13-90-Panzer verteidigen sich und zerstören widerstandslos einen Panzer. 34-26 für DeNova. Endergebnis: 4:1 für DeNova.

Letzten Endes wurden zwei Matches verschoben: SPALE gegen Kazna Kru und 7even Sins gegen Mousesports. Das letztgenannte Match wurde wegen 7even Sins verschoben, womit sie sich eine saftige Strafe einhandelten. Für dieses Aufeinandertreffen wurde noch immer kein Zeitpunkt festgelegt.

 

 

World Cyber Games : Deutsche Qualifikationsrunde

Autor: Matomi 

Auf der gamescom 2013 wurden zwei große Turniere ausgetragen – einerseits die Finalspiele der zweiten Saison der World of Tanks Pro League und andererseits die nationalen deutschen Qualifikationsspiele der World Cyber Games. Ich liefere euch einen Bericht und eine Rezension des Letztgenannten. Im Gegensatz zur WoT Pro League war dies kein „Live“-Gaming, denn die gesamte Action fand im Internet statt. Mit anderen Worten: Es war ein Offline-Turnier. Das Ziel war die Auswahl des besten Teams, das Deutschland bei der Veranstaltung der World Cyber Games in Kunshan, China vertreten sollte. Die Qualifikationsspiele wurden für den 22. und 23. August angesetzt, und nur der Gesamtgewinner würde die Gelegenheit erhalten, zu diesem erstklassigen internationalen Gaming-Event zu reisen. Zwei deutsche Moderatoren präsentierten und kommentierten das gesamte Turnier. Dabei betrachteten Sie es auf übergroßen Bildschirmen. Die Teams meldeten sich in einem Übungsraum an, wo sie Panzer und Karten auswählten und mit den gamescom-Moderatoren sprachen. Die Spieler entschieden sich überwiegend für schwere und mittlere Panzer der Stufe VIII und leichte Aufklärer der Stufen I und II. Für die Halbfinalrunde qualifizierten sich drei Teams: RAGE!, Odem Mortis und WUSA. Da es für WUSA keinen Gegner gab, zogen sie ein Freilos, und das andere Team musste auf dem Weg ins Finale gegen Odem Mortis kämpfen. Mit diesem 3:0-Freilos sicherte sich WUSA die Position im Finale. RAGE! kämpfte verbissen gegen Odem Mortis und nach fünf Gefechten mit einem Ergebnis von 3:2 qualifizierten sie sich für das Finale gegen WUSA. Die beiden deutschen Teams legten bei ihrem Weg an die Spitze exzellente Taktiken an den Tag, doch nur ein Team konnte absoluter Sieger sein. Durch einen weiteren 3:2-Sieg wurde RAGE! auf der gamescom 2013 zum nationalen deutschen Champ und qualifizierte sich für die Veranstaltung der World Cyber Games.

Ich wünsche dem Siegerteam viel Glück! Ich werde die Matches dieses Teams sicherlich ansehen und das Team bei diesem weltumspannenden Gaming-Wettbewerb unterstützen. Dieser Wettbewerb wird auch live durch eSport übertragen und gestreamt :)

 

Die Matches der deutschen nationalen Qualifikationsspiele für die World Cyber Games Championships lauteten:

22.8. um 14:30 Uhr Odem Mortis gegen WUSA
22.8. um 16:00 Uhr WUSA gegen RAGE!
22.8. um 17:30 Uhr RAGE! gegen Odem Mortis
23.8. um 22:30 Uhr WUSA gegen Odem Mortis
23.8. um 01:00 Uhr WUSA gegen RAGE!
23.8. um 14:30 Uhr WUSA gegen Odem Mortis
23.8. um 16:00 Uhr RAGE! gegen WUSA

 

Endergebnis:

  1. RAGE!
  2. WUSA
  3. Odem Mortis

 

Was die Organisation angeht, so denke ich, dass die Organisatoren der zweiten Saison der Pro League das Turnier dieses Mal besser durchdacht hatten. Das Ganze lief bei der Kartenauswahl, der Kommunikation der Spieler mit den Turniermitarbeitern und dem Start der nächsten Gefechtsphasen beträchtlich straffer ab. Es ist jedoch schwer, zwei völlig verschiedene Turniere (offline und online) objektiv miteinander zu vergleichen. Jedes der Turniere stellte andere organisatorische Anforderungen und die Organisatoren setzten sich hohe Ziele, um der stetig steigenden Beliebtheit dieser Turniere zu entsprechen.

Ich denke nicht, dass es nötig ist, die einzelnen Gefechte zu besprechen. Im Netz stehen über sechs Stunden frei zugängliches Video-Material zur Verfügung und ich kann euch sagen: Es gibt wirklich eine Menge zu sehen. Ich glaube, dass die WoT-Fans aus Deutschland und aus ganz Europa angemessene Action zu sehen bekamen, ein paar Stunden adrenalinreiche Stunden genossen und etwas lernten, das sie zur Verbesserung ihrer Gefechtstaktiken oder Clan-Organisation nutzen können. Die Aufzeichnungen der Gefechte findet ihr auf www.twitch.tv. Das wars für heute. Ich wünsche euch, dass euer Sicherheitsgurt niemals reißen möge!

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