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Das Ende des Weltkrieges

Viele Leute wissen nicht, dass „Der Krieg, der alle Kriege endet“ drei große Waffenstillstände (Ende von Kämpfen vor Friedensverhandlungen) hatte.

Die Kämpfe an der Ostfront endeten mit einem Waffenstillstand im Dezember 1917 und dem Vertrag von Brest-Litovsk. Es gab außerdem einen Waffenstillstand in Rumänien, der mit dem Vertrag von Bukarest endete, aber erst am 11. November 1918 kam der letzte Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs, der in einem Eisenbahnwagen in Frankreich unterschrieben wurde, und dessen endgültige Bedingungen im Vertrag von Versailles ausgelegt wurden.


Es war ein kalter Morgen im November, circa 60 Kilometer nördlich von Paris im Wald von Compiègne, als neun Männer, drei britische Marineoffiziere, zwei französische Generäle, zwei deutsche Politiker, ein deutscher General und ein deutscher Marineoffizier das Dokument unterschrieben, das den Krieg endete, der mehr als 4 Jahre gewütet hatte. Die letzte Unterschrift war um 05:20 Uhr auf dem Papier und um 11:00 Uhr endeten alle Kämpfe.


Der Ort, an dem der Waffenstillstand unterschrieben wurde

Der Eisenbahnwagen war der von Ferdinand Foch, einer der französischen Generäle, die den Waffenstillstand unterzeichneten. Der Wagen war auch im Jahr 1940 wieder ein wichtiger Teil der Geschichte, als dort ein weiterer Vertrag, der Kämpfe beendete, unterzeichnet wurde. Bei dem Mal zwang aber Deutschland Frankreich, Kämpfe gegen sie einzustellen und im Wagen war Adolf Hitler, der 22 Jahre vorher ein Gefreiter in der Bayerischen Armee war.

22 Jahre später – Die Deutschen im Jahr 1940, nachdem Frankreich im selben Eisenbahnwagen kapituliert hatte.
Adolf Hitler; Hermann Göring; Joachim von Ribbentrop; Rudolf Heß; Heinrich Himmler; Erich Raeder.
Foto zur Verfügung gestellt vom Deutschen Bundesarchiv 

Man könnte nun denken, dass nach der Unterzeichnung die Kämpfe enden würden. Jedoch hatten die Generäle an der Westfront Zweifel, dass der Waffenstillstand eingehalten werden würde, obwohl sie wussten, dass er um 05:00 Uhr unterzeichnet werden würde und die Kämpfe 6 Stunden später aufhören sollten, weshalb sie ihre Angriffe fortsetzten. Es gab Frontberichte von riesigen Artillerie-Bombardierungen, die nur gedacht waren, um die Munition aufzubrauchen.

Um 05:40 Uhr hatten viele Städte schon die Nachrichten gehört und feierten, aber an der Front wurden 11.000 Verluste am Morgen des 11. November vor 11:00 Uhr berichtet.

Die Aufzeichnungen besagen, dass der letzte Soldat, der im Ersten Weltkrieg starb, ein Amerikaner war. Private Henry Gunter, der um 10:59 Uhr getötet wurde. Die Aufzeichnungen der Division sagen:

Noch fast während er fiel, starb das Geschützfeuer und eine erschreckende Stille herrschte“.

   

Der Erste Weltkrieg war ohne Zweifel einer der blutigsten Kriege in der Weltgeschichte. Die Anzahl von Verlusten variiert stark, je nachdem welche Quelle man befragt, aber üblicherweise nimmt man an, dass mindestens rund 35 Millionen im Krieg starben.

Für mich, als ehemaliger britischer Soldat und Panzerfahrer, ist der 11. November ein Tag der Erinnerung, ein Tag an dem ich mich besinne und allen Menschen Respekt zolle, die ihr Leben in Konflikten verloren, egal aus welchem Land sie kommen und ob sie ein Soldat oder ein Zivilist waren. Nicht nur im „Krieg, der alle Kriege endet“, sondern auch in allen anderen Konflikten seitdem.

Persönlich salutiere ich meinen Freunden und Kameraden, die ihr Leben gaben. Eines Tages werde ich euch in den green fields beyond wiedersehen.

They shall grow not old, as we that are left grow old:
Age shall not weary them, nor the years condemn.
At the going down of the sun and in the morning
We will remember them.

- Ode of Remembrance
von 
Laurence Binyon

(Sie werden nicht altern, wie wir verbliebenen altern: Das Alter wird sie nicht ermüden, die Jahre nicht verdammen. Während des Sonnenuntergangs und am Morgen werden wir an sie denken.)

 

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Quellen
Öffentliche Webseiten
Understanding the Somme 1916 - Scotland and Hayes
The First World War - John Keegan

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