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War & Peace Revival 2013

Einführung

Dies war die 31. alljährliche War-and-Peace-Show (nun als Neuauflage) am neuen Veranstaltungsort auf dem Folkestone Racecourse (GB), weit von den vorherigen Jahren in den Schlammbädern der Hop-Farm entfernt. Das Event wurde als das „weltweit größte Militärfahrzeug-Festival“ beworben.

Selbst der Veranstaltungsort ist Teil der Geschichte - mitten im Herzen von „Hellfire Corner“, wobei dieser Ort seinen Namen aufgrund der vielen Angriffe trägt, den er während der Luftschlacht um England im Jahr 1940 erleiden musste. Die Rennstrecke selbst wurde während des Zweiten Weltkriegs als Teil von Operation Fortitude (South) genutzt. Entlang der Rennstrecke wurden Flugzeugattrappen (unten) aufgebaut, um ihr das Aussehen eines Flugfelds zu verleihen und bei den Deutschen den falschen Eindruck zu erwecken, die Landungen zum D-Day würden in Calais und nicht in der Normandie stattfinden.

     

 

Das Event

Ich war schon immer skeptisch in Hinsicht auf Nachstellungen, da es immer eine überproportionale Anzahl „bestimmter“ deutscher Uniformen zu geben scheint. Ich warf die Frage auf und erhielt stets immer die gleiche Antwort: „Weil sie schick aussehen“. Dazu kann man nicht viel sagen. Daher war es erfrischend, eine solche Vielfalt bei War & Peace zu sehen.

Schon gleich nach dem Eingang kommt es einem vor wie in einem weitläufigen Open-Air-Museum. Mit „Lagern“ so weit das Auge reicht, brummenden Militärfahrzeugen und der Möglichkeit, alles Mögliche zu kaufen - von einer Mörsergranate bis hin zu einer (nicht mehr funktionsfähigen) leichten Maschinenkanone LKG.

 

Es war heiß, zu heiß - und man hatte Mitleid mit jenen, die in voller Montur gekleidet waren, vor allem die Jungs in den Ghillie-Anzügen der britischen SAS (ich bin so froh, dass ich Panzerfahrer wurde).

Die Gefechtsvorführungen waren beeindruckend und man musste die Arbeit und die Vorbereitung im Rahmen der Organisation bewundern. Im Laufe des Wochenendes war die Luft von Detonationen und Maschinengewehrfeuer geprägt.

       

 

Ich war von dem Aufwand begeistert, den die Nachsteller für diese Events betrieben. Während meines Besuchs traf ich Menschen aus ganz Europa (und von noch weiter her), die ihr Lager im Rahmen dieses Events aufgeschlagen hatten und die Charaktere lebten und atmeten (so gut sie konnten), die sie darstellten.

Bilder der französischen Resistance (oben) - mit dem Lothringer Kreuz auf der Armbinde, dem Symbol, das Charles de Gaulle für die Resistance ausgewählt hatte. Darüber hinaus mit dem Schriftzug FFI auf dem Helm - Forces françaises de l’intérieur (Französische Streitkräfte im Inland).

 

Es waren einige Freunde aus dem Bovington Tank Museum anwesend, die unter anderen Fahrzeugen den fabelhaften Valentine IX DD-Panzer dabei hatten (die erste Ausführung des Entwurfs von Nicholas Straussler).

 

       
Weitere Freunde, die ich zuletzt im Panzermuseum von Parola in Finnland getroffen hatte, bei einigen Last-Minute-Reparaturen.

 

Selbstverständlich gab es wie bei den meisten Shows die obligatorische Jeep-Sammlung, jedoch mit einigen fabelhaften und ungewöhnlichen Exemplaren. Es war so erfrischend, nicht nur Reihen mit Willys-Jeeps zu sehen.

    

 

Damit ihr einen Eindruck der verschiedenen aufgeschlagenen Lager bekommt - das ist Geschichte erleben in Perfektion. Einer der Tage war als Schultag ausgelegt, an dem Tausende Schüler aus der Umgebung teilnahmen. Ich kann mich an keine Geschichtsstunde dieser Art erinnern.

    
Im „Vietnam“-Geschichtslager (oben); leider kann ich den Kommandostand aufgrund der Anzahl von nicht jugendfreier Bilder nicht zeigen.   Achtet auf die Brieftaube im Korb (oben)

 

Ein Nachbau der Nieuport 17b (unten) in den Farben des Flugzeugs von Captain Albert Ball VC. Am 17. Mai 1917 stürzte sein Flugzeug nach einem langen Duell gegen den jüngeren Bruder des „Roten Baron“, Lothar von Richthofen ab, wobei er starb.

   
     

Wir waren ja schließlich in Großbritannien

Zusammenfassung

Rex Cadman und sein Team wollten die Show noch größer und besser gestalten, was ihnen zweifellos gelang.

Die Zeit hier war herrlich, faszinierend, aufregend, aufschlussreich und emotional. Ich habe meine Skepsis vollkommen abgelegt und schätze sehr den Aufwand, den die Teilnehmer betrieben haben, um die Geschichte zum Leben zu erwecken.

Ich habe die Show in diesem Artikel nur kurz angekratzt. Viele weitere Bilder findet ihr auf Facebook.
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